Europäische Zentralbank richtet Beratungsgruppe für digitalen Euro ein

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Die europäische Zentralbank hat die Einrichtung einer Marktberatungsgruppe bekanntgegeben, die das Potenzial einer Infrastruktur und Zirkulation des digitalen Euro aus der Perspektive von Branchenvorreitern erforschen soll.

Die Gruppe soll auch herausfinden, wie der digitale Euro innerhalb des großen Zahlungsökosystems europäischen Währung funktionieren kann.

In der Gruppe sind einige etablierte Experten aus dem Banken- und Finanzsektor, wie etwa Aleksander Kurtewski, der Geschäftsführer von Bankart, Antonio Macías Vecino, der Leiter für Zahlungsdisziplin bei BBVA, und Axel Schäfer, ein Zahlungs- und Innovationsspezialist bei der Ingka Group (Ikea).

Das erste Beratungstreffen soll im November 2021 und von da an monatlich stattfinden. Die 30 Mitglieder werden in beratender Funktion tätig sein und ihre Ergebnisse dem Euro Retail Payments Board zur Diskussion über Einzelhandelszahlungen vorlegen.

Mitte Juli dieses Jahres, hat der EZB-Rat bekanntgegeben, eine vorläufige Untersuchung zur Machbarkeit eines digitalen Euros lancieren zu wollen. Dabei sollen etwa die Schaffung einer Infrastruktur, die Verteilung und das Konzept betrachtet werden. Die Absicht ist in jedem Fall lediglich eine “Komplementierung von Bargeld und kein Ersatz”.

Das EZB-Ratsmitglied Fabio Panetta erklärte, er erwarte, dass das Projekt ein Erfolg werde:

“Es freut mich, dass viele etablierte Experten aus dem privaten Sektor zum digitalen Euro-Projekt beitragen wollen. Mit ihrer Expertise können wir im Rahmen der Untersuchungsphase eine Integration des digitalen Euro aus Sicht der potentiellen Nutzer und Vertreiber ermöglichen.”

Letzte Jahr über hat die EZB immer weitere Schritte in Richtung eines digitalen Euro gemacht. Das signalisiert den Wunsch, das Wachstum innerhalb des digitalen Vermögenswertbereichs zu stärken. Die Institution hat allerdings auch deutlich gemacht, dass sie im Hinblick auf die schnellen Fortschritte in diesem Bereich besorgt ist. Der Vizepräsident behauptete in einem Interview im Mai 2021, Krypto habe ein “sehr schwaches Fundament”. 

In diesem Zusammenhang: EZB-Präsidentin: Stablecoins sind Vermögenswerte und keine Währungen

In einem Interview mit dem Weltwirtschaftsforum Anfang September kritisierte Christine Lagard, die Präsidentin der EZB, die vage Kategorisierung der digitalen Vermögenswerte im Kryptobereich, die an den Dollar gekoppelt sind. Sie erklärte, Stablecoins würden “vorgeben, ein Coin zu sein”, aber in Wahrheit seien sie “mit einer tatsächlichen Währung verbunden”.

Sie schlug vor, dass Vermögenswerte dieser Art “geprüft, überwacht, reguliert” werden sollten, um Transparenz, Liquidität und damit den Verbraucherschutz zu gewährleisten.


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