Europa will Umweltauswirkungen und Energieverbrauch von Krypto regulieren

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Die Europäische Union (EU) hat am 18. Oktober mehrere Dokumente veröffentlicht, in denen es um einen Handlungsplan zur Umsetzung des europäischen Green Deal und den REPowerEU-Plan geht. Bei beiden ist das Ziel, durch die Digitalisierung des Energiesektors Energieeinsparungen zu erzielen. Neben unzähligen anderen Energieverbrauchern haben die europäischen Energiebehörden auch Krypto-Miner im Visier.

Der REPowerEU-Plan wurde im Mai als Reaktion auf die russische Invasion in der Ukraine angekündigt. Der Angriff Russlands hatte tiefgreifende Auswirkungen auf die europäische Energieversorgung. Die russische Krise sei eine Gelegenheit, “den Übergang zu grüner Energie zu beschleunigen”, so die Europäische Kommission. “Die Kontrolle des Energieverbrauchs des IKT-Sektors” sei dabei ein wichtiger Teil des Plans und schließt auch Blockchains als Untergruppe von Rechenzentren mit ein.

In einem Arbeitspapier der Kommission wurde festgestellt, dass etwa 10 Prozent des weltweiten Krypto-Mining auf Europa entfallen würden. Deutschland und Irland sind in dieser Hinsicht führend und Schweden hat nach dem Verbot des Mining in China einen starken Aufschwung verzeichnet. Im Dokument ist vorgesehen, dass die europäische Wertpapieraufsicht technische Standards für die Krypto-Mining-Branche erarbeitet.

Die Autoren des Arbeitspapiers zitieren ein Dokument der bekannten Denkfabrik European Blockchain Observatory and Forum (EUBOF), in dem von “potenziellen Richtlinienoptionen” die Rede war. Mit diesen könne man negative Auswirkungen auf das Klima durch Technologien, die im Krypto-Asset-Markt verwendet werden, reduzieren. Das Dokument wird bei einem Bericht über die Umweltauswirkungen von Krypto-Vermögenswerten, der im Jahr 2025 erscheinen soll, eine wichtige Rolle spielen. Es sollen Maßnahmen auf der Grundlage der EUBOF-Empfehlungen ergriffen werden. Dazu hieß es weiter:

“Das wäre ein weltweit erster Versuch, die Attraktivität von Bitcoin-Investitionen zu verringern und den Bitcoin-Kurs zu dämpfen.”

In dem Papier heißt es außerdem, dass Investoren bessere Informationen über den Energieverbrauch von Kryptowährungen erhalten sollten und dass die EU, wie im EUBOF-Dokument beschrieben, eine Führungsrolle bei der Schaffung internationaler Blockchain-Standards einnehmen sollte.

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In einer “Mitteilung der Kommission an das Europäische Parlament, den Rat, den Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschuss und den Ausschuss der Regionen” heißt es, der Energieverbrauch des Krypto-Mining habe sich in den letzten zwei Jahren verdoppelt. Es hieß, die vorgeschlagene MiCA-Verordnung würde von Akteuren auf dem Krypto-Markt verlangen, Details über die Umweltauswirkungen offenzulegen.

Unterdessen forderte die Europäische Kommission aufgrund der angespannten Energiesituation in diesem Winter die Mitgliedstaaten auf, “gezielte und verhältnismäßige Maßnahmen zu ergreifen, um den Stromverbrauch von Krypto-Minern zu senken und langfristig auch Krypto-Minern keine Steuererleichterungen mehr zugutekommen zu lassen”. Norwegen erwägt bereits, die Steuervergünstigungen für Krypto-Miner abzuschaffen.

Mairead McGuinness, die Kommissarin für Finanzstabilität, Finanzdienstleistungen und die Kapitalmarktunion, erklärte kürzlich, Europa würde den Energie- und Umweltfragen im Zusammenhang mit Kryptowährungen große Bedeutung beimessen. Auch die Regierung von US-Präsident Joe Biden hat sich mit den Umweltauswirkungen von Kryptowährungen beschäftigt.




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