Ethereum (ETH) muss „überragenden Vorsprung“ ummünzen – Neuer Krypto-Bericht von a16z

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Der führende Risikokapitalfonds Andreessen Horowitz (a16z) kommt in einem neuen Analysebericht zu dem Ergebnis, dass Entwicklungsaktivität und Nachfrage auf dem Ethereum-Netzwerk „konkurrenzlos“ sind.

Allerdings warnen die Analysten der großen Investmentfirma zugleich, dass die „Popularität [von Ethereum] ein zweischneidiges Schwert ist“, denn die rege Nutzung des Netzwerks hat unweigerlich zur Folge, dass dieses oft überlastet ist und hohe Transaktionsgebühren aufruft.

Dies liegt laut a16z daran, dass die Smart-Contract-Plattform bisher noch die Dezentralisierung – in Form des Proof-of-Work (PoW) Konsensverfahrens – gegenüber der Skalierbarkeit bevorzugt. Daraus resultiert wiederum, dass konkurrierende Blockchains dem Netzwerk „mit der Aussicht auf bessere Performance und geringe Gebühren“ Marktanteile abnehmen können.

Die entsprechenden Ergebnisse hat der Risikokapitalgeber auf dem firmeneigenen Blog im Bericht „State of Crypto“ für das Jahr 2022 vorgelegt. Die Autoren des Forschungsberichts, die Analysten und Investmentexperten Daren Matsuoka, Eddy Lazzarin, Chris Dixon und Robert Hackett, haben in diesem fünf wichtige Kernpunkte zum „Stand der Kryptobranche“ formuliert.

So befasst sich der Bericht neben Ethereum auch mit Themen wie Web3, Adoption von Kryptowährungen, Dezentralisierten Finanzdienstleistungen (DeFi) und Stablecoins.

Im Bezug auf Ethereum stellen die Autoren fest, dass das Blockchain-Netzwerk seiner Konkurrenz meilenweit voraus ist, was Nachfrage und Entwicklungsaktivität angeht. So verzeichnet die Smart-Contract-Plattform knapp 4.000 aktive Entwickler pro Monat, wohingegen beim nächsten großen Konkurrenten Solana nur 1.000 Entwickler aktiv sind. Bitcoin und Cardano kommen pro Monat jeweils auf 500 bzw. 400 aktive Entwickler.

Den Vorsprung von Ethereum führen die Analysten allen voran darauf zurück, dass das Netzwerk „am frühesten gestartet ist und von einer gesunden Community getragen wird“. In diesem Zusammenhang hebt der Bericht zugleich lobend hervor, dass dieser Entwicklungsvorsprung trotz vergleichsweise hoher Transaktionskosten immer weiter ausgebaut wird:

„Die überragende Marktführerschaft von Ethereum im Hinblick auf das Leistungspotenzial an Entwicklern („Mindshare“) erklärt zum Teil, warum die Nutzer des Netzwerks in Kauf nehmen, durchschnittlich mehr als 15 Mio. US-Dollar Transaktionsgebühren pro Tag zu zahlen, nur um die Blockchain überhaupt nutzen zu können. Das ist beeindruckend für so ein junges Projekt.“

Wie hoch die Nachfrage auf dem Ethereum-Netzwerk ist, lässt sich unter anderem an den erwähnten durchschnittlichen Transaktionsgebühren über einen Zeitraum von sieben Tagen erkennen. So liegen diese laut Bericht zurzeit bei knapp 15,24 Mio. US-Dollar. Im Gegensatz dazu liegen die Transaktionsgebühren über die gleiche Zeit auf der BNB Chain, Avalanche, Fantom, Polygon und Solana zusammengerechnet (!) bei nur 2,5 Mio. US-Dollar.

Siebentägige Transaktionsgebühren auf verschiedenen Blockchains. Quelle: a16z

Der Bericht weist allerdings auch darauf hin, dass es Layer-2-Lösungen gibt, die sich bereits darum bemühen, die Transaktionen auf Ethereum schneller und kostengünstiger zu machen, zudem stehen einige lang ersehnte Upgrades bevor, die das Netzwerk auf grundlegender Ebene effizienter und billiger machen sollen.

Diese Upgrades – die den wichtigen Wechsel vom PoW-Konsensverfahren auf Proof-of-Stake ermöglichen sollen – können nach Ansicht der Experten von a16z gar nicht schnell genug kommen, denn im 30-tägigen Durchschnitt zeigt sich, dass die aktiven Adressen und Transaktionen auf konkurrierenden Blockchains wie Solana, BNB Chain und Polygon inzwischen deutlich im Vorteil gegenüber Ethereum sind.

So stehen für ETH 5,5 Mio. aktive Adressen und 1,1 Mio. tägliche Transaktionen auf dem Tableau, wohingegen Solana ganz klar führende 15,4 Mio. aktive Adressen und 15,3 Mio. tägliche Transaktionen vorweisen kann. Die BNB Chain erreicht derweil 9,4 Mio. Adressen und 5 Mio. Transaktionen, während Polygon auf 2,6 Mio. Adressen und 3,4 Mio. Transaktionen kommt.

Die gute Nachricht für alle Beteiligten ist, dass es nach Ansicht der Analysten nicht nur einen Gewinner geben wird:

„Blockchains sind das neue Spitzenprodukt eines neuen Computerzeitalters, genau wie es PCs und das Breitbandinternet in den 90ern bzw. 2000ern, und Smartphones im letzten Jahrzehnt waren. Es gibt eine Menge Platz für Innovationen, weshalb wir davon überzeugt sind, dass es mehrere Sieger geben wird.“

Die anderen Erkenntnisse des Berichts sind unter anderem, dass die Dezentralisierten Finanzdienstleistungen (DeFi) mit einem angelegten Vermögen (Total Value Locked) von knapp 113 Mrd. US-Dollar schon heute auf Platz 31 unter allen amerikanischen Banken landen würden. Im Bezug auf das Web3 prognostizieren die Autoren wiederum, dass die nächste Entwicklungsstufe des Internets bereits 2031 die magische Marke von 1 Mrd. Nutzern knacken wird. Zudem weist der Bericht auch darauf hin, dass Non-Fungible Tokens (NFTs) insgesamt einen Wert von 3,9 Mrd. US-Dollar geschöpft haben.

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