Erst kaum bekannt und nun in aller Munde

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Die Kryptobörse Bitzlato war eher unbekannt, bis das US-Justizministerium am 18. Januar eine Strafverfolgungsmaßnahme eingeleitet hat. Sie wurde im Jahr 2016 vom mittlerweile verhafteten Anatoli Legkodimow gegründet.

Einer russischen Quelle zufolge, besitzt Legkodimow die Börse zu 73,4 Prozent, die im Federation Tower in Moskau ihr Büro hat. Dort wurden Trades in Höhe von 100.000 US-Dollar oder mehr akzeptiert. Legkodimow und sein Hauptpartner bei Bitzlato sollen auch etwas mit der russischen Krypto-Mining-Gerätefirma A-HVT zu tun haben.

Legkodimow hat bereits eine lange und gemischte Vorgeschichte mit der Krypto-Branche, die über zehn Jahre zurückgeht. Sein frühester Beitrag auf dem BitcoinTalk-Forum stammt aus dem Jahr 2011, wo er beschrieben hat, wie er über 50 BTC verloren hat:

Quelle: BitcoinTalk

Legkodimow beschrieb den Verlauf der Eröffnung der Börse Bitzlato in einem Forum im Jahr 2017:

“Mein Team und ich haben mehrere Misserfolgsszenarien analysiert, darunter auch eine Simulation eines Hackerangriffs durch die Börsenbesitzer und -betreiber. Wir haben eine Lösung gefunden, mit der wir eine Bitcoin-Börse auf sehr sichere Weise betreiben können.” 

Bitzlato hat bis zu der Maßnahme des US-Justizministeriums am 18. Januar nur wenig Aufmerksamkeit bekommen. Chainalysis erklärte in einem Bericht vom letzten Februar, dass die Börse “206 Millionen US-Dollar von Darknet-Märkten, 224,5 Millionen US-Dollar durch Betrügereien und 9 Million US-Dollar von Ransomware-Angreifern erhalten” habe.

Illegale und riskante Transaktionen machten zu diesem Zeitpunkt 48 Prozent des Unternehmensgeschäfts aus, wie es in dem Bericht hieß.

Das US-Justizministerium hat eine Konferenz angekündigt, wo die Vorwürfe diskutiert werden sollen. Es wurden aber keine konkreten Unternehmen genannt. Viele spekulierten darauf hin, dass es hier um große Namen gehen muss. Als dann mehr Details bekannt wurden, reagierten die Nutzer mit Ironie und kommentierten etwa, dass der Diebstahl von siebenstelligen Summen im Krypto-Bereich “üblich” seien. Ein weiterer Nutzer witzelte, man könne sehen, wie irrelevant die Börse war, weil sich sogenannte Degens, die auf schnelle Profite hoffen, erst kurz nach der Bekanntgabe dort anmeldeten.

Ein Anwalt kommentierte dazu, die Maßnahme gegen Bitzlato sei eine “Blaupause für zukünftige Maßnahmen, sogar für die, die heute so sehr erwartet wurde”.

Andere sehen eine ganz andere Motivation hinter diesem Durchgreifen gegen den Darknet-Akteur, da Legkodimow als Bitcoin-Veteran gilt und einer seiner ehemaligen Geschäftspartner um seine Bitcoin beraubt wurde.

Bitzlato hat offenbar nicht mit dieser Maßnahme gerechnet. Sie hat am 18. Januar noch die Umtauschkurse auf Twitter veröffentlicht.




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