Englischer Zentralbankchef äußert Zweifel am digitalen Pfund

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Der englische Zentralbankchef Andrew Bailey äußert Zweifel an der Notwendigkeit einer digitalen Version des Britischen Pfundes (GBP), nachdem sich die Finanzminister aus der Eurozone zuletzt für die Arbeit am digitalen Euro (EUR) stark gemacht haben.

So stellt der Chef der Bank of England (BoE) in Frage, ob es wirklich eine Wholesale-CBDC braucht, um Zahlungen effektiv im britischen Finanzsystem abzuwickeln, denn es gibt bereits ein vergleichbares Zahlungsabwicklungssystem zwischen Zentralbank und Banken in Großbritannien, das erst ein größeres Upgrade bekommen hat.

Zudem weist Bailey darauf hin, dass es bisher auch keinerlei Pläne gibt, die Bargeldnutzung abzuschaffen, weshalb es nach seiner Einschätzung keinen großen Bedarf für grundlegende Änderungen sieht. Dahingehend führt er aus:

„Wir müssen uns erst mal klarmachen, welches Problem wir lösen wollen, ehe wir uns auf eine neue Technologie stürzen.“

Die Äußerungen von Bailey kommen nachdem die Eurozone kürzlich ihre Bemühungen um eine eigene Zentralbank-Digitalwährung (CBDC) vorangetrieben hat und ein ehemaliger Berater der BoE zuletzt die Nachteile einer CBDC besprochen hat.

Am gestrigen 16. Januar haben die Finanzminister der Eurozone entsprechend ein gemeinsames Statement veröffentlicht, indem sie die anhaltende Arbeit der Europäischen Zentralbank (EZB) am digitalen Euro ausdrücklich befürworten. Allerdings geben sie dabei auch zu bedenken, dass die letztendliche Einführung einer CBDC noch weitere politische Verhandlungen braucht. Darüber hinaus weisen die Finanzminister noch auf weitere wichtige Themen im Zusammenhang mit Digitalwährungen hin, darunter Datenschutz, Umweltschutz und Finanzstabilität.

Am gleichen Tag hatte frühere BoE-Berater Tony Yates in einem Gastbeitrag für die Financial Times die Kosten und Risiken von CBDCs analysiert hat. Dabei kommt Yates zu dem Schluss, dass sich Zentralbank-Digitalwährungen für Regierungen nicht lohnen und dass diese insgesamt „suspekt“ sind.

Iran und Russland arbeiten derweil gemeinsam an der Entwicklung eines neuen Stablecoins auf der Basis von Gold. Wie die russische Nachrichtengagentur Vedomosti berichtet, wollen die beiden Länder damit grenzübergreifende Zahlungen in der Region „Persischer Golf“ vereinfachen.


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