Einsatz von NFTs ist abhängig von den verbrieften Rechten

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Der NFT-Markt hat in den letzten paar Jahren viel Aufmerksamkeit von der Öffentlichkeit bekommen. Obwohl Nachfrage und Kurse 2022 spürbar gefallen sind, bleiben die sogenannten Non-Fungible Tokens (NFTs) weiterhin relevant. Dabei werden diese aufgrund ihrer technischen Charakteristika in einer Vielzahl verschiedener Anwendungsbereiche genutzt, für den Einsatz im Finanzbereich drohen nun allerdings neue Konsequenzen. So sorgt sich die deutsche Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) um die Risiken, die durch eine derartige Nutzung von NFTs entstehen.

Einstufung von NFTs gemäß der BaFin

Wie der Name schon sagt, sind NFTs einzigartige Tokens. „Non-fungible“ bedeutet in diesem Kontext, dass sie keine Fungibilität besitzen, also nicht austauschbar sind. Die inhärente Einzigartigkeit ergibt sich dabei aus den technischen Eigenschaften. So wird der Begriff NFT für Krypto-Tokens verwendet, wenn die zugehörigen Smart Contracts nach bestimmten Branchenstandards gestaltet sind, die jeden Token einzigartig machen. Diese Standards sind wiederum eine technische Leitlinie für die Nutzung und Erstellung derartiger Token.

Der hauptsächliche Zweck dieser Standardisierung ist die Sicherstellung von grundlegenden Eigenschaften wie Verifizierbarkeit, Nachverfolgbarkeit, Unantastbarkeit und Übertragbarkeit. NFTs basieren deshalb in erster Linie auf bekannten Standards wie ERC-721 und ERC-1155. Die Abkürzung ERC steht wiederum für Ethereum Request for Comments, denn die besagten Standards gelten für NFTs, die auf der Ethereum-Blockchain angesiedelt sind.

Durch letzteres ist es möglich, einzelnen identifizierbaren Tokens eine spezifische Adresse auf der Blockchain zuzuordnen. So kann per Smart Contract eine Vielzahl an NFTs generiert werden, die jeweils einzeln identifizierbar sind, aber alle dieselben Rechte oder Inhalte haben. Praktisch gesehen sind NFTs laut BaFin deshalb als einzigartige digitale Zertifikate, die auf einer Blockchain gespeichert sind, einzustufen.

Die vielfältige Einsetzbarkeit von NFTs

NFTs werden heutzutage in vielen Bereichen eingesetzt, wobei die bekanntesten Anwendungsbereiche Sammelstücke (Collectibles) und digitale Kunst sind. Diese Collectibles sind eine Art digitale Sammelstücke, die als NFTs verbrieft werden und eine Vielzahl an Funktionen beinhalten können.

So können die NFT-Besitzer zum Beispiel auf spezielle Weise mit den Tokens interagieren. Künstler können diese NFTs wiederum nutzen, um damit auch zukünftige Einnahmen zu erzielen, wenn die Collectibles weiterverkauft werden. Darüber hinaus werden NFTs ebenso in Spielen und im Metaverse eingesetzt. So können diese hier die Form tokenisierter In-Game Objekte oder digitaler Grundstücke annehmen.

Allerdings gilt es zu erwähnen, dass diese Tokens generell nicht als Wertpapiere im rechtlichen Sinne eingestuft werden. Jedoch können sie als solche klassifiziert werden, wenn in ihnen wertpapierähnliche Rechte verbrieft sind. Mit anderen Worten, müssen sie auf dem Finanzmarkt transferierbar und handelbar sein, damit sie als Wertpapiere in Frage kommen. Zudem können NFTs auch wie klassische Finanzinstrumente wirken, in diesem Fall stellen sie nach Einschätzung der BaFin dann signifikante Risiken dar.

Konsequenzen aus dem Einsatz von NFTs auf dem Finanzmarkt

Die deutsche Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist deshalb der Ansicht, dass die Nutzung von NFTs auf dem Finanzmarkt ein Geldwäscherisiko darstellt. In der Tat können die Tokens für diese Zwecke missbraucht werden, da sie auf derselben Technologie wie Kryptowährungen basieren und über entsprechende Risiken verfügen, diese sind:

  • Anonyme oder pseudonyme Transaktionen,

  • das Fehlen von behördlich beaufsichtigten Intermediären,

  • die Nutzung von unbeaufsichtigten ausländischen Handelsplattformen,

  • Unbeaufsichtigte Zahlungswege und -kanäle, darunter Mixer und dezentralisierte Handelsplattformen.

Aus diesem Grund sind die Risiken, die die BaFin bei Kryptowährungen sieht, auch auf NFTs zu übertragen.

Insgesamt ist es laut BaFin jedoch schwer, das Geldwäscherisiko durch NFTs konkret einzustufen, da diese in verschiedensten Designarten und für verschiedenste Anwendungsbereiche auftreten. So können die Eigenschaften von NFTs jeweils sehr unterschiedlich sein und sind nicht zu generalisieren.

Alles in allem sind NFTs dank ihrer Einzigartigkeit und Vielfältigkeit sehr nützliche Tokens. Allerdings ist ihre Nutzung im Finanzbereich potenziell gefährlich, da sie über Eigenschaften verfügen, die Geldwäsche begünstigen können.


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