Ehemalige Krypto-Managerin wird von Trump in Corona-Sonderkommission berufen

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Die ehemalige Geschäftsführerin der Krypto-Handelsplattform Bakkt, die aktuell für die Republikanische Partei als Senatorin des US-Bundesstaates Georgia tätig ist, wurde trotz jüngster Kritik an ihrer Person in eine Sonderkommission zum Wiederaufbau der amerikanischen Wirtschaft berufen. Dazu schreibt Kelly Loeffler am 16. April auf Twitter:

„Vielen Dank an @realDonaldTrump, dass er mich in die Sonderkommission für den Wiederaufbau der amerikanischen Wirtschaft während der #COVID19 Krise ernannt hat. Inzwischen haben sich 22 Mio. US-Bürger arbeitslos gemeldet, was ein klarer Auftrag ist, die Wirtschaft wieder anzukurbeln und die amerikanische Bevölkerung zurück in Arbeit zu bringen.“

Die Ernennung ist Balsam für die Seele von Loeffler, die im Zuge der Corona-Krise in eine persönliche Kontroverse geraten war, da sie vertrauliche Informationen aus einem parlamentarischen Ausschuss dazu genutzt haben soll, um auf den Aktienmärkte Insiderhandel betrieben zu haben. Dabei steht eine siebenstellige Summe im Raum.

Loeffler streitet Vorwürfe ab

Loeffler hat entsprechende Anschuldigungen bereits mehrfach zurückgewiesen, da die Investmententscheidungen ihres privaten Portfolios von außenstehenden Beratern getroffen würden, ohne dass sie und ihr Mann darin involviert sind.

Nichtsdestotrotz ist der plötzliche Abverkauf von Aktien, die anschließend massiv an Wert verloren haben, und der parallele Ankauf von Wertpapieren eines Softwareherstellers für Homeoffice-Apps, in den Augen der Öffentlichkeit verdächtig.

In der von US-Präsident Trump ins Leben gerufenen überparteilichen Sonderkommission, die „den Präsidenten dabei unterstützen soll, die amerikanische Wirtschaft in der Corona-Krise wiederaufzubauen“, sitzt neben Loeffler noch ein weiterer umstrittener Republikaner.

David Purdue hatte Ende Januar bzw. Anfang Februar ebenfalls schlagartig Aktien abverkauft und im Gegenzug Anteile einer Sicherheitsfirma angekauft.

Da die Anschuldigungen gegen Loeffler und ihre Parteikollegen noch nicht zu offiziellen Ermittlungen geführt haben, waltet die US-Senatorin weiterhin ihres Amtes und beschwört die Widerstandsfähigkeit der amerikanischen Wirtschaft in Zeiten der Krise.

Präsident Trump hatte zuletzt neue Richtlinien für die Wiederaufnahme des Wirtschaftsbetriebes herausgegeben, die nach und nach umgesetzt werden sollen, aber noch kein festes Datum haben.

Laut Trump wird es keine Rückkehr zur Normalität geben, solange nicht ein wirksames Gegenmittel gegen das Coronavirus gefunden ist. Diese Normalität sei erst wieder erreicht, sobald „ein Restaurant, das vor der Krise 158 belegte Plätze hatte, wieder 158 Plätze vollmachen kann“.

Kritik an der Regierung

Am gleichen Tag, an dem sich Senatorin Loeffler dafür aussprach, „die amerikanische Bevölkerung zurück in Arbeit zu bringen“, mahnte Andrew Yang, ein ehemaliger Präsidentschaftskandidat der Demokratischen Partei, dass die Republikaner dabei zu aller erst die Wirtschaft im Blick hätten und nicht die Menschen:

„Die Maßeinheit einer Wirtschaft sollten die Menschen sein und nicht die Dollar.“

Ein Fan des ehemaligen Präsidentschaftskandidaten nutzte die Ankündigung von Loeffler, um auf die vermeintlichen Verfehlungen der Republikanischen Partei aufmerksam zu machen:

„Die Tatsache, dass sich 22 Mio. Amerikaner arbeitslos melden mussten, da sie von Monatslohn zu Monatslohn leben, sagt viel über die Lohnentwicklung in Amerika aus und wirft ein Licht auf unser kaputtes System. Es wird Zeit, das von  @AndrewYang geforderte Grundeinkommen einzuführen.“




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