Drei Dinge, auf die man achten sollte

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Wenn man einfach davon ausgeht, dass Ethereum nach dem Merge problemlos zu einem voll funktionsfähigen Proof-of-Stake (PoS)-Netzwerk übergeht, ignoriert man das Risiko und den Aufwand, der notwendig ist, um mit einem Vermögenswert mit einer Marktkapitalisierung von 193 Milliarden US-Dollar und 400 dezentralen Anwendungen (DApps) umzuziehen.

Genau deshalb ist die Überwachung der grundlegenden Netzwerkbedingungen für dieses Ereignis, das laut ethernodes.org für den 14. September geplant ist, unerlässlich. Händler sollten sich darauf vorbereiten, alarmierende Entwicklungen zu erkennen, falls etwas schiefläuft.

Neben dem eingeschlossenen Gesamtwert in Höhe von 34,2 Milliarden US-Dollar in Smart Contracts, sind weitere 5,3 Milliarden US-Dollar in Ether (ETH) auf der Beacon Chain gestaked. Das Netzwerk wird derzeit von vielen Token, Orakelanbietern, Stablecoins, Layer-2-Skalierbarkeitslösungen, synthetischen Vermögenswerten, Non-Fungible Token (NFT), DApps und Cross-Chain-Brücken genutzt.

Das erklärt zum Teil, warum der Merge im Laufe der Jahre mehrfach verschoben wurde und warum er als die bedeutendste Modernisierung in der Geschichte des Netzwerks gilt.

Darum haben drei verschiedene Testnets den Merge durchlaufen. Goerli war am 11. August das letzte, das den Merge getestet hat. Seltsamerweise traten bei allen Implementierungen, wie etwa bei Ropsten und Sepolia, kleinere Probleme auf. So stellte der Ethereum-Entwickler Marius van der Wijden fest, dass “zwei verschiedene Terminalblöcke und viele nicht aktualisierte Nodes” den Prozess etwas verlangsamen würden.

Das Herzstück aller Blockchain-Netzwerke: Die Blöcke

Egal, welcher Konsensmechanismus verwendet wird: Bei jeder Blockchain werden neue Blöcke vorgeschlagen und validiert. Es gibt festgelegte Blockparameter, die eingehalten werden müssen, um von den Netzteilnehmern überhaupt berücksichtigt zu werden.

Beim Ethereum Merge ist eine Epoche ein Bündel von bis zu 32 Blöcken, die innerhalb von sechseinhalb Minuten bestätigt werden sollten. Die aktive Überwachung des Eth2 Beacon Chain Mainnets durch seriöse Quellen wie BeaconScan von Etherscan und Ethscan ETH2 Explorer von Redot ist wichtig.

Ethereum Beacon Chain Epochen und Blöcke. Quelle: EtherScan

Warnsignale bei dieser Überwachung wären eine niedrige Abstimmungsbeteiligung in den Epochen, die fehlende Finalität nach dreizehn Minuten (2 Epochen) oder ein Stillstand bei den vorgeschlagenen Blöcken.

Überwachung der Ethereum 2.0 API von Infura

Infura bietet eine Infrastruktur für den Aufbau dezentraler Anwendungen, mit der Entwickler ihre Lösungen einsetzen können, ohne einen eigenen Ethereum-Knoten zu hosten. Das Unternehmen ist vollständig im Besitz der Ethereum-Risikokapitalgruppe ConsenSys, die von Joseph Lubin geleitet wird.

Laut der Infura-Webseite nutzen etwa Uniswap, Compound, Maker, Gnosis, Brave, Decentraland und der Web3-Wallet-Anbieter MetaMask die Infrastruktur des Unternehmens.

Infura API-Statusseite. Quelle: Infura

Daher ist die Überwachung der API von Infura ein guter Ausgangspunkt für die Bewertung der Leistung von DApps. Außerdem sollte die Statusseite zuverlässig Echtzeit-Updates anzeigen, wenn man bedenkt, wie eng Infura mit dem Ethereum-Ökosystem zusammenarbeitet.

In diesem Zusammenhang: Ethereum Merge: CoinGecko-Mitbegründer erklärt Strategien für Fork-Token

Slashings: Werden die Validierer bestraft?

Im Ethereum-Merge-Konsensmechanismus wurden Strafregeln eingebettet, die Angriffe verhindern sollen. Validatoren, die sich absichtlich falsch verhalten, werden geslashed. Das bedeutet, das ein Teil ihres 32 ETH-Stake entfernt wird. Wiederholte Slashes führen schließlich dazu, dass der Validator aus dem Netzwerk fliegt. Staking-Anbieter und die Validierungssoftware verfügen über einen eingebauten Schutz, um zu verhindern, dass jemand versehentlich einen “Slash” erhält, etwa, wenn seine Verbindung unterbrochen wurde.

Info zu geslashten Validatoren. Quelle: BeaconScan

Beim Slashing handelt es sich um eine Standardmaßnahme des Netzwerks. Diese Schutzmaßnahme sollte also nicht sofort als ungünstig angesehen werden. Besorgniserregend wäre es, wenn Hunderte von Validatoren gleichzeitig ausfallen würden. Da würde darauf hindeuten, dass ihre Software nicht ordnungsgemäß funktioniert.

Es gibt über 410.000 aktive Validatoren, so dass das Netzwerk auch dann normal weiterläuft, wenn 20 Prozent oder 30 Prozent von ihnen irgendwann offline gehen. Die Überwachung der Slashings ist eine Präventivmaßnahme, da das Hinweise darauf gibt, dass ein Dienst, zum Beispiel ein Hosting-Provider, offline gegangen ist oder es während des Merge zu einer Inkompatibilität kam.

Ethereum-Befürworter sollten externe Daten im Auge behalten und nicht nur ihren eigenen Knoten und Server. Da es zu Verzögerungen oder sogar falschen Alarmen kommen kann, kann man sich durch hinzuziehen verschiedener Informationsquellen davor absichern, dass man von den Daten einer einzigen Webseite oder einem Beitrag in sozialen Netzwerken getäuscht wird.

Die Ansichten und Meinungen, die hier aufgeführt werden, sind ausschließlich die des Autoren und spiegeln nicht zwangsläufig auch die Ansichten von Cointelegraph wider. Jedes Investment und jeder Handel bringen Risiken mit sich. Recherchieren Sie gut, bevor Sie eine Entscheidung treffen.




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