Do Kwon soll nach Terra-Kollaps 10.000 Bitcoin (BTC) ausgebucht haben

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Aus einer aktuellen Klageschrift der amerikanischen Börsenaufsicht SEC geht hervor, dass Terra-Mitgründer Do Kwon und Terraform Labs mehr als 100 Mio. US-Dollar in Bitcoin (BTC) von dem Krypto-Projekt ausgebucht haben sollen, nachdem das Projekt im Mai 2022 krachend gescheitert war.

Wie es in der Klageschrift der SEC vom 16. Februar beim U.S. District Court for the Southern District of New York entsprechend heißt, haben Kwon und Terraform mehr als 10.000 Bitcoin von der Krypto-Plattform und der zugehörigen Luna Foundation Guard zunächst in eine eigene Cold-Wallet transferiert, um diese Gelder anschließend auf ein Schweizer Bankkonto zu überweisen und in eine Landeswährung zu konvertieren. Laut Börsenaufsicht sollen der Terra-Mitgründer und dessen Firma seit diesen Bewegungen vom Juni 2022 mehr als 100 Mio. US-Dollar in bar zur Verfügung haben.

Neben der Abbuchung dieser beträchtlichen Menge an BTC wirft die SEC Kwon und Terra auch noch vor, dass diese versucht hätten, die Anbindung des firmeneigenen Stablecoins TerraUSD (UST) an den US-Dollar künstlich wiederherzustellen. Der Terra-Stablecoin war vor seinem plötzlichen Zusammenbruch einer der Marktführer. Wie die Klageschrift erklärt, sollen die Beklagten eine dritte Partei dafür bezahlt haben, dass diese „massive Mengen an UST kauf, um die Kursbindung von 1,00 US-Dollar wiederherzustellen“. Dem war vorausgegangen, dass der Stablecoin unter den angestrebten Kurswert von 1 US-Dollar gefallen war, was für Panik bei den Anlegern sorgte und den Kollaps des ganzen Projekts maßgeblich ins Rollen brachte:

„Die Abkopplung des UST von der Kursbindung bei 1,00 US-Dollar, die nicht unverzüglich durch den Algorithmus wiederhergestellt werden konnte, wurde dem gesamten Terraform-Ökosystem zum Verhängnis, denn weder der UST noch die zugehörige Kryptowährung LUNA waren durch andere Vermögenswerte besichert.“

Des Weiteren stellt die SEC in ihrer Klage fest, dass die Kryptowährungen von Terra nach ihrer Auffassung „Krypto-Wertpapiere“ sind, weshalb diese in ihren Zuständigkeitsbereich fallen. Dies gilt laut der Aufsichtsbehörde für den UST, LUNA, wrapped LUNA sowie die MIR Tokens und mAssets aus dem Mirror Protocol von Terra.

„Die Beklagten haben Anleger in diese Kryptowährungen gelockt, indem sie deren Rentabilität beworben haben“, so die SEC. Und weiter: „Die Beklagten haben wiederholt behauptet, dass diese Kryptowährungen im Wert steigen würden, bedingt durch Weiterentwicklung, Management und Promotion der zugehörigen Blockchain, Protokolle und des gesamten Terra-Ökosystems.“

Auch die Partnerschaften von Terra zieht die US-Börsenaufsicht in Zweifel, so soll die südkoreanische Zahlungs-App Chai, die damals mit Terra kooperiert hatte, „niemals Transaktionen über die Terraform Blockchain abgewickelt haben“. Vielmehr hätte Terra derartige Transaktionen nur vermeldet, obwohl diese „in der echten Welt bereits in Koreanischen Won abgewickelt wurden“.

„In mindestens fünf Fällen zwischen Oktober 2021 und März 2022 gab es einen oder mehrere Tage, an denen keine derartigen Transaktionen auf der Terraform Blockchain bestätigt wurden“, wie die SEC feststellt. Dem fügt sie an: „Gleichsam gibt es keine Belege dafür, dass die Chai-App in diesen Zeiträumen ausgefallen ist.“

Kwon ist nach dem spektakulären Zusammenbruch seines Projekts weiterhin auf Twitter aktiv, obwohl viele Krypto-Nutzer ihn als Verantwortlichen für massive Verluste und den „Dominoeffekt“, der später noch die gesamte Kryptobranche ins Wanken gebracht hat, sehen. Die südkoreanischen Behörden haben zuletzt zwei Ermittler nach Serbien geschickt, um den Flüchtenden womöglich in dem osteuropäischen Land aufzuspüren. Bei Redaktionsschluss ist der genaue Aufenthaltsort von Kwon noch immer unbekannt.




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