Deutsche Krypto-Bank Nuri meldet Insolvenz an

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Wegen der schwierigen Marktbedinungen und den daraus ergebenden Auswirkungen  auf das Geschäft von Nuri hat die deutsche Krypto-Bank heute, am 9. August, Insolvenz angemeldet.

“Dieser Schritt ist notwendig, um den Weiterbetrieb der App und die Erfüllung der Verbindlichkeiten von Nuri GmbH sicherzustellen”, teilt das Berliner Fintech mit.

Kundengelder sind “sicher”

Nuri verspricht, dass “alle Einlagen und Investitionen durch die Partnerschaft mit der Solarisbank sicher sind” und den Kunden keine Gefahr droht, ihr Vermögen zu verlieren. Auch Euro-Einlagen auf dem Bankkonto, Bitcoin- und Ether-Einlagen in Wallets und Vaults sowie die Nuri Pot-Investitionen sind von der Insolvenz nicht betroffen. Die Kunden haben weiterhin Zugriff auf ihr Geld und können es jederzeit ein- und auszahlen. Die Nuri-App sowie andere Dienstleistungen können “wie gewohnt genutzt werden”.

Die Insolvenz von Nuri hat auch keinen Einfluss auf das Eigentum an Kryptowährungen, denn Nuri hat keinen Zugang auf die Coins und die privaten Schlüssel der Wallets oder Vaults. Die verwahrte Walles verwaltet der Treuhänder Solaris Digital Assets, das Tochter-Unternehmen des deutschen Fintechs Solaris (ehemals Solarisbank). Bei non-custodial Wallets ist der Nutzer selbst im Besitz der Schlüssel und Seed-Phrasen. 

Insolvenz als notwenige Maßname

Nuri hat vor, sich Zeit zu nehmen und das Unternehmen zu restrukturieren. “Trotz der aktuellen Herausforderungen ist und bleibt unsere Vision eine Welt, in der jede Person in der Lage ist, ihre finanzielle Zukunft zu gestalten”, kommentiert das Fintech seine Entscheidung. “Wir sind zuversichtlich, dass das temporäre Insolvenzverfahren in der aktuellen Unternehmenssituation die beste Grundlage für die Entwicklung eines langfristig tragfähigen Sanierungskonzepts bietet”. 

In letzter Zeit wurde Nuri wegen der mangelhaften Kommunikation im Fall Celsius Network kritisiert. Der amerikanische Kryptoverleiher hat zuerst Abhebungen und Überweisungen auf seinen Konten gestoppt und danach das Insolvenzverfahren eröffnet. Und, da Nuri Bitcoin (BTC), die in den Ertragskonten angelegt werden, an Celsius Network durchreicht, hatte die Celsius-Liquiditätskrise dementsprechend auch Auswirkungen auf deutsche Anleger. Einige Kunden fühlten sich von dem deutschen Celsius-Partner allein gelassen und nicht auf dem Laufenden gehalten.

Deutscher Pionier im Bereich Krypto-Banking

Nuri (früher Bitwala) wurde 2015 gestartet und bietet in Deutschland bereits seit 2018 ein Online-Girokonto mit eingebauter Handelsfunktion für Kryptowährungen an. Seit August 2019 verfügt der Fintech-Anbieter über eine eigene Smartphone-App. Nuri setzt zur Verwahrung der Krypto-Bestände seiner Kunden auf die Solaris-Tochter Solaris Digital Assets, welche über die dafür nötige Bafin-Lizenz für Kryptoverwahrgeschäfte verfügt.




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