Deutlicher Kurswechsel? Russische Zentralbank gibt Sberbank digitale Vermögenswertlizenz

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Vor weniger als zwei Wochen hat die russische Zentralbank (CBR) erneut bekräftigt, die Ausgabe, das Mining und den Umlauf von Kryptowährungen in Russland verbieten zu wollen. Nun ändert sie ihren Kurs allerdings. In einer Pressemitteilung vom Donnerstag nahm die CBR den größten Kreditgeber des Landes, nämlich die Sberbank, in ihr Register für Betreiber von Informationssystemen für digitale Finanzanlagen auf. Wie die lokale Nachrichtenagentur Tass berichtet, erklärte die CBR folgendes: 

“Mit der Aufnahme in das Register können Unternehmen digitale Finanzvermögenswerte ausgeben und einen Austausch zwischen Nutzern innerhalb ihrer Plattformen ermöglichen.”

Die Blockchain-Plattform der Sberbank basiert auf einer Distributed-Ledger-Technologie, die theoretisch vor Informationsmanipulationen schützen kann. Juristische Personen bei der Sberbank werden bald digitale Finanzausweise zur Bescheinigung von Geldforderungen ausstellen, im System der Sberbank zugewiesene digitale Vermögenswerte erwerben und Kryptotransaktionen durchführen können. Sergey Popow, Direktor der Abteilung Transaktionsgeschäft der Sberbank, äußerte sich zu dieser Entwicklung so:

“Wir stehen zwar noch am Anfang unserer Arbeit mit digitalen Vermögenswerten, sind uns aber dessen bewusst, dass eine weitere Entwicklung notwendig ist, um uns an den bestehenden Rechtsrahmen anzupassen. Wir sind bereit, dafür eng mit den Regulierungs- und Exekutivbehörden zusammenzuarbeiten”.

Als staatliche Bank ist die Sberbank seit Beginn des russisch-ukrainischen Krieges zum Ziel von Sanktionen geworden, wie sie etwa vom US-Finanzministerium verhängt wurden. Anfang des Monats Monats hat sich die Sberbank aufgrund der Sanktionen, die von der Europäischen Union verhängt wurden, aus fast allen europäischen Märkten zurückgezogen. Gleichzeitig sind die ausländischen Depotaktien des Unternehmens an der Londoner Börse um über 99 Prozent eingebrochen. Daher wurde der Handel eingestellt und der letzte Kurs lag bei 0,05 US-Dollar pro Stück.

Die verheerenden Sanktionen, die gegen die Sberbank verhängt wurden, sowie der deutliche Kurswechsel der CBR in Bezug auf Kryptowährungen geben Grund zu der Vermutung, dass digitale Währungen eine “Rettungsleine” für die Bank sein könnten. Experten glauben jedoch nicht, dass sanktionierte Finanzinstitute Kryptowährungen verwenden können, um Sanktionen zu umgehen.


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