Der seltsame Fall des Gerald Cotten – Netflix dreht Doku über verstorbenen Quadriga-Chef

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Der Streamingdienst Netflix wird eine Doku über Gerald Cotten, den verstorbenen Gründer der aufgelösten Kryptobörse QuadrigaCX, und dessen mysteriösen Tod veröffentlichen.

Wie Netflix am Donnerstag in einem Tweet bekanntgegeben hat, soll die Doku unter dem Titel „Trust No One: The Hunt for the Crypto King“ bereits 2022 auf der Plattform erscheinen. In der zugehörigen Kurzbeschreibung heißt es, dass die Doku „einer Gruppe von Anlegern folgt, die unverhofft zu Detektiven wurden“. Dementsprechend wird der Fall um das plötzliche Ableben von Cotten aufgerollt, der angeblich bei seiner Arbeit als freiwilliger Helfer in einem Waisenhaus in Indien verstorben sein soll, wodurch für Tausende QuadrigaCX-Nutzer ein Schaden in Höhe von knapp 190 Mio. US-Dollar entstanden ist.

Genaue Details über die Richtung, in die die Dokumentation ermittelt, sind noch nicht bekannt, doch Ausschnitte aus dem Trailer lassen vermuten, dass Cotten womöglich durch plastische Chirurgie sein Aussehen geändert hat, um untertauchen zu können. Netflix hat sich inzwischen für investigative Reportagen zu kontroversen Fällen und Personen einen Namen gemacht, darunter zum Beispiel Dokumentationen über Michael Jackson und R. Kelly.

Cotton soll 2018 bei einem Aufenthalt in Indien an Komplikationen von Morbus Crohn gestorben sein. Der QuadrigaCX-Chef hatte als einzige Person Zugriff auf die Krypto-Vermögen von mehr als 100.000 Nutzern, die Wallets bei der Kryptobörse geführt haben. Wegen den mysteriösen Todesumständen kam in der Krypto-Community schnell der Verdacht auf, dass Cotten seinen Tod womöglich nur vorgetäuscht haben könnte und mit den Geldern abgehauen ist. Allerdings gab es nie eindeutige Beweise, die diese These belegt hätten. Spätere Ermittlungen zeigten dann, dass der in Panama ansässige Zahlungsdienst Crypto Capital ebenso Zugriff auf große Teile der Gelder hatte.

Nach dem Tod von Cotten wurde die große Wirtschaftsprüfung Ernst & Young mit der treuhänderischen Verwaltung von dessen Vermögen betraut, wobei knapp 30 Mio. US-Dollar erlöst werden konnten. Letztendlich ein Tropfen auf den heißen Stein, denn insgesamt haben 17.053 ehemalige QuadrigaCX-Nutzer Ansprüche gemeldet, die sich auf einen Wert von mehr als 180 Mio. US-Dollar belaufen.

Die Kryptobranche hat in den 12 Jahren seit ihrer Gründung eine Menge schräger und zwielichtiger Personen beheimatet, darunter zum Beispiel den Programmierer und Unternehmer John McAfee, der in diesem Jahr während seiner Haft in Spanien verstorben ist. Der Erfinder der gleichnamigen Virensoftware war bekennender Fan von Kryptowährungen. Wegen erheblichen Steuerschulden, unter anderem aus Krypto-Projekten, drohte McAfee eine Auslieferung an die USA.




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