„Der Musk-Effekt“ – Studie untersucht Elons Einfluss auf den Kurs von Bitcoin und Doge

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Nachdem Tesla-Chef Elon Musk mit seinen Tweets massive Kursbewegungen der Kryptowährungen Bitcoin (BTC) und Dogecoin (DOGE) verursacht hat, beschäftigen sich nun Wissenschaftler mit der Frage, welche Einfluss dessen Äußerungen wirklich haben.

Das Krypto-Marktforschungsinstitut „Blockchain Research Lab“ hat am 3. Februar eine entsprechende Studie veröffentlicht, die dieser Fragestellung nachgeht. In dem Forschungsbericht namens „How Elon Musk’s Twitter activity moves cryptocurrency markets“ wird wortwörtlich untersucht, wie der Tesla-Chef in sechs Fällen durch seine Kommunikation in dem sozialen Netzwerk Twitter die Kurse der beiden betrachteten Kryptowährungen bewegt hat.

„Wir untersuchen den Einfluss der Twitter-Aktivitäten von Elon Musk, indem wir die Methodik der Ereignisstudie auf sechs seiner Mitteilungen von 2020 und 2021 hinsichtlich Rendite und Handelsvolumen der erwähnten Kryptowährungen analysieren“, wie es dementsprechend heißt.

Von den untersuchten Mitteilungen beziehen sich vier auf den Dogecoin und zwei auf Bitcoin. Die Studie kommt dabei zu dem Ergebnis, dass alle betrachteten Ereignisse mit einem deutlich verstärkten Handelsvolumen für beide Kryptowährungen einhergehen:

„Für alle Ereignisse stellen wir signifikante Steigerungen des Handelsvolumens fest, die eindeutig mit den Twitter-Aktivitäten zusammenfallen.“

Die mit Abstand größte Steigerung stellte sich dabei im Dezember ein, nachdem Musk über den Dogecoin gezwitschert hatte: „Ich sage nur ein Wort: Doge“

Im Vorfeld dieses Tweets wurde die Kryptowährung lediglich neun Mal pro Minute gehandelt, wobei sich ein durchschnittliches Handelsvolumen von 1.942 US-Dollar ergab. In den nachfolgenden 30 Minuten schoss das Handelsvolumen dann auf 299.330 US-Dollar pro Minute und die Anzahl der Trades kletterte auf 775 pro Minute.

Obwohl die sechs Ereignisse allesamt mit Kursbewegungen einhergehen, können nicht alle davon direkt auf die Aktivitäten von Musk zurückgeführt werden, wie die Forscher erklären. Zwei Ereignisse sorgten allerdings für eine „abnormale Rendite“, was darauf schließen lässt, dass der Tesla-Chef in diesen beiden Fällen deutlichen Einfluss genommen hat:

„Vier der Tweets von Musk sind wohl nur Reaktionen auf vorherige Marktentwicklungen, weshalb von diesen kein eindeutiger Einfluss auf den Kurs ausgeht. Die anderen beiden Ereignisse sind scheinbar keine Reaktionen von Musk, sondern unabhängige Äußerungen, die eine massive Steigerung der Handelsvolumen hervorgerufen und für eine sehr hohe positive abnormale Rendite gesorgt haben.“

Den größten Einfluss auf Bitcoin hat Musk demnach am 29. Januar genommen, als der Tesla-Chef das Hashtag „Bitcoin“ in seinen Twitter-Status geschrieben hatte. Wie vor einigen Tagen berichtet sprang der Kurs des Krypto-Marktführers daraufhin in wenigen Minuten nach oben:

„Indem Musk #bitcoin in seinen Twitter-Status geschrieben hat, hat er innerhalb von 30 Minuten eine kumulierte abnormale Rendite (CAR) von 6,31 % ausgelöst, die im Lauf einer Stunde auf 13,19 % kletterte. Über einen Zeitraum von 7 Stunden stand letztendlich eine CAR von 18,99 % zu Buche. Sein Tweet ‘Ein Wort: Doge’ bescherte dem Dogecoin wiederum eine CAR von 8,17 % innerhalb von 5 Minuten und über eine Stunde einen Spitzenwert von 17,31 %.“

Obwohl die Interaktion von Musk mit dem Kryptomarkt bisher ausschließlich positiv war, und durch die Einbeziehung von Memes in der Regel lustig, warnen die Forscher davor, dass andere Finanzmärkte in der Vergangenheit schon gezeigt haben, dass einflussreiche Personen den Wert von Finanzprodukten über die sozialen Medien auch zum Negativen verändern können:

„Die Kommunikation von Musk kann zwar als positiv und lustig bewertet werden, wodurch sie wahrscheinlich wenig kritisch zu sehen ist, allerdings haben andere Studien gezeigt, dass negative Äußerungen einen Markt auch negativ beeinflussen können.“

Die Beeinflussung des Marktes von außen ist also kein Phänomen, das nur in der Kryptobranche zu beobachten ist. Schon lange bevor sich Kleinanleger jüngst im Reddit-Unterforum r/Wallstreetbets zum gemeinschaftlichen Kauf der Aktie des Videospielhändlers GameStop verabredet haben, gab es auf dem Aktienmarkt wiederholt ähnliche Entwicklungen.

Besonders die Einflussnahme aus den sozialen Medien ist ein heißes Eisen, denn die Sanktionierung etwaiger Manipulation würde hier wohl die freie Meinungsäußerung beschneiden. Allerdings liegen zwischen einem „guten“ und einem „schlechten“ Tweet womöglich mehrere Milliarden Dollar.

Daraus leiten die Forscher letztendlich die grundsätzliche Frage ab, ob sich Personen mit großer Reichweite in den sozialen Netzwerk über Kryptowährungen äußern sollten, denn „wenn ein einzelner Tweet potenziell die Marktkapitalisierung von Bitcoin um 111 Mrd. US-Dollar steigern kann, kann ein anderer Tweet denselben Wert genauso schnell wieder vernichten“.


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