DeFi-Hype könnte für den Kryptomarkt gefährlich werden

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Die Dezentralisierten Finanzdienstleistungen (DeFi), der jüngste und rasant wachsendste Teil des Kryptomarktes, schäumt in den letzten Monaten vor Hype, Innovation und Spekulation geradezu über. Nichtsdestotrotz steckt der Sektor noch in den Kinderschuhen, wie Diginex CEO Richard Byworth warnt.

„Ich bin überzeugt davon, dass DeFi die Zukunft sind“, so Byworth am 18. September im Interview mit Morgan Creek Digital Mitgründer Anthony Pompliano zunächst optimistisch. „Aber sie befinden sich noch im Anfangsstadium“, wie er anschließend hinterher schiebt.

Demnach müsse die überschwängliche Euphorie ein wenig gebremst werden, denn noch sei das Ökosystem nicht ausgereift genug, um mit den großen Ambitionen des Sektors Schritt zu halten, was er wie folgt versinnbildlicht:

„Das ist, als wenn man versuchen würde, in einem Pappkarton zum Mond zu fliegen. Da wird es auf dem Weg naturgemäß Probleme geben und es wird einiges schief gehen, wie wir bereits gesehen haben.“

Das spektakuläre Scheitern einiger DeFi-Projekte würde ein schlechtes Licht auf die gesamte Kryptobranche werfen, was wiederum Unternehmen aus dem Mainstream, die sich immer mehr in den Markt trauen, abschrecken könnte. Dahingehend meint der Diginex CEO:

„Irgendwie erinnert mich das an den ICO-Hype von 2017 und das ist genau das, was wir jetzt gar nicht gebrauchen können“, so Byworth. „Mit MicroStrategy hat sich gerade ein großes Mainstream-Unternehmen in den Markt gewagt, der namhafte Großinvestor Paul Tudor Jones ist auch eingestiegen, es zeigen immer mehr große Player ernsthaftes Interesse an der Branche, weshalb ich hoffe, dass die DeFi jetzt nicht den selben Schaden anrichten wie der ICO-Hype, durch den die Leute dann wieder für ein paar Jahre abgeschreckt werden.“

Im Jahr 2017 war die Spekulationsblase des Kryptomarktes auf einem Höhepunkt, was zum großen Teil durch den Hype um sogenannte „Initial Coin Offerings“ (ICOs), eine alternative Methode zur Kapitalbeschaffung für Unternehmen, bei der diese ihre eigenen Kryptowährungen als eine Art Wertpapier auf den Markt bringen, befeuert wurde. Da viele dieser „Token-Verkäufe“ allerdings mehr als fragwürdige Projekte waren, haben die Aufsichtsbehörden dem einen Riegel vorgeschoben. Der aktuelle Hype um die DeFi erinnert immer mehr an diese Phase, denn einige DeFi-Projekte schießen in ähnliche Höhen.

Byworth ist nicht der erste, der den Vergleich zwischen DeFi und den ICOs von 2017 zieht. Ryan Selkis, der Gründer des Krypto-Marktforschungsinstituts Messari, hatte diese Verbindung jüngst ebenfalls hergestellt.

Wie der Diginex CEO im Interview sagte, trauen sich zunehmend große Unternehmen und einflussreiche Investoren in den Markt, was ein kritischer Punkt in der Entwicklung des Kryptobranche sein könnte. Umso mehr Schaden könnten die DeFi also potenziell anrichten.


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