Dash will keine „Datenschutz-Kryptowährung“ sein und erntet Kritik

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Ein neuer Tweet des Blockchain-Unternehmens Dash hat Kritik hervorgerufen, denn die zugehörige Kryptowährung, die zuvor mit ihrem Fokus auf Anonymität und Datenschutz beworben wurde, betont nun, dass sie ähnlich transparent ist wie Bitcoin.

Dem ging am 1. Januar zunächst ein Tweet der amerikanischen Kryptobörse Bittrex voraus, die vorgestern angekündigt hatte, dass sie die Datenschutz-Kryptowährungen Monero, Zcash und Dash aus ihrer Notierung nimmt:

Am 29. Dezember hatte die Krypto-Handelsplattform zuvor bereits XRP aus dem Handel genommen, nachdem die US-Börsenaufsicht SEC eine Anklage gegen Herausgeber Ripple eingereicht hatte. Dementsprechend kamen nun Spekulationen auf, dass Bittrex die Datenschutz-Kryptowährungen entfernt, um damit einem weiteren Rundumschlag der Behörden vorzubeugen.

Daraufhin antwortete Dash wiederum in einem Tweet, dass das Unternehmen ein Meeting mit der Bittrex erbeten hat. Zudem wäre es inhaltlich falsch, DASH als „Datenschutz-Kryptowährung“ zu bezeichnen:

Das Webarchiv für 2017 belegt allerdings, dass DASH damals von der Dash Foundation als „weltweit erste Kryptowährung mit Fokus auf Datenschutz“ beworben wurde. Auf der aktuellen Version der Webseite ist hingegen nur noch von „der führenden Kryptowährung für Zahlungen“ die Rede.

In einer weiteren Antwort auf die Entfernung durch Bittrex spielt Ryan Taylor, der CEO des Dash-Zahlungsdienstes Dash Pay, die Datenschutzfunktion der Kryptowährung ebenfalls herunter:

Weil Dash lediglich „ein Ableger von Bitcoin“ ist, wären alle Transaktionen, genau wie beim Krypto-Marktführer, öffentlich einsehbar. Selbst die eingebaute Funktion namens PrivateSend, die Zahlungen anonymisieren soll, würde nicht wirklich vollständige Anonymität garantieren.

Dieser Tweet sorgte für weitere Kritik durch die Krypto-Community, jedoch stärkten einige Nutzer Taylor den Rücken, indem sie auf einen Dash-Blogeintrag vom vergangenen August hinwiesen, der die Datenschutzfunktion der Kryptowährung explizit erklärt. Darin hatte Taylor damals geschrieben, dass „die Aufsichtsbehörden befürchten, dass Kryptobörsen nicht die Vorgaben zur Informationseinholung (KYC) und Geldwäschebekämpfung (AML) einhalten können, wenn sie Transaktionen mit Datenschutz-Kryptowährungen durchführen“. Um den Bedenken der Behörden entgegenzuwirken hatten in der Vergangenheit schon andere Kryptobörsen Dash aus der Notierung genommen.

Dies sei jedoch schon immer ein Missverständnis gewesen, da Dash oftmals als Datenschutz-Kryptowährung bezeichnet wird, die sie nicht ist. Dementsprechend bemüht sich das Blockchain-Unternehmen, dieses Missverständnis aufzuklären:

„Durch unsere Aufklärungsarbeit haben wir es geschafft, die von uns eingesetzte Technologie zu erklären und die Behörden davon zu überzeugen, dass Dash kein größer Risiko als Bitcoin darstellt.“

Die erneute Klarstellung durch die jüngsten Tweets kommt nur wenige Tage nachdem Dash angekündigt hat, die firmeneigene Blockchain-Plattform auf das Testnet überführt zu haben. Der Kurs der Kryptowährung hat heute derweil 3 % verloren und liegt nun bei 87,71 US-Dollar.




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