CZ und SBF streiten sich auf Twitter wegen gescheiterter FTX-Übernahme

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Der amtierende Binance-Chef Changpeng Zhao (CZ) und der ehemalige FTX-Chef Sam Bankman-Fried (SBF) haben jetzt neue Details über den gescheiterten Übernahmedeal im Vorfeld der Insolvenz der FTX verraten.

Wie aus einem entsprechenden Twitter-Thread vom gestrigen 9. Dezember hervorgeht, bezeichnet Zhao seinen ehemaligen Kollegen Bankman-Fried inzwischen als „Betrüger“ und erklärt, dass die Binance bereits im Juli 2021 die eigenen Investitionen in die FTX aufgelöst hatte, weil es ein „zunehmendes Unbehagen gegenüber Alameda und SBF gab“. Als die Übernahme der konkurrierenden Kryptobörse kurz vor deren Insolvenzanmeldung dann vor wenigen Wochen geplatzt ist, soll SBF zudem „außer sich“ gewesen sein.

Bankman-Fried kritisiert Zhao für sein scheinbares Nachtreten und die Offenlegung von Details aus den Verhandlungen zwischen den beiden Kryptobörsen. Nachdem SBF die Übernahme ursprünglich bestätigt hatte, machte die Binance wenig später einen Rückzieher, nachdem sie einen genaueren Blick auf die Bücher der FTX geworfen hatte. Bankman-Fried behauptet, dass der Binance-Chef gedroht hatte, dass er den Deal platzen lassen würde, wenn FTX nicht weitere 75 Mio. US-Dollar zahlt und damit eine viel größere Rolle beim Scheitern der Vereinbarung gespielt hat, als er selbst angibt.

„Ihr hatte eigentlich noch nicht mal das Recht, als Investoren komplett auszusteigen, solange wir euch nicht auszahlen, denn der Großteil eurer Anteile war noch immer festgeschrieben“, wie SBF seinem ehemaligen Geschäftspartner CZ vorwirft.

Daraufhin antwortet dieser wiederum:

„Sam, auch wenn es jetzt eigentlich keine Rolle mehr spielt. Ihr hättet uns nicht zum Verkauf zwingen können, auch wenn ihr das gewollt hättet. Außerdem hatten wir ein Vetorecht für alle weiteren Finanzierungen, die ihr machen wolltet. Das haben wir bisher nie genutzt oder auch nur erwähnt. Wir waren nie Konkurrenten und es gab auch keinen Kampf. Niemand hat gewonnen. […] Rede deinen Freunden jetzt nicht ein, dass sie sich auf uns konzentrieren sollen. Konzentriere dich lieber auf dich selbst. Zumindest das solltest du inzwischen schon gelernt haben.“

Die US-Politik hat Bankman-Fried mittlerweile dazu aufgefordert, vor dem parlamentarischen Finanzausschuss im Rahmen der Untersuchungen zum Kollaps der FTX auszusagen. Zunächst hatte SBF entgegnet, dass er erst aussagen wolle, sobald er „prüfen konnte, was genau passiert ist“, doch nachdem der Ausschuss nun mit einer gerichtlichen Vorladung gedroht hat, zeigt sich der ehemalige CEO plötzlich einsichtig.

Während Bankman-Fried versucht, sich gegenüber Politik und Behörden aus der Verantwortung zu stehlen, scheut er sich nicht, Interviews zu geben und sich medial zu präsentieren. Diese „Entschuldigungs-Tournee“ stößt jedoch größtenteils auf Kritik.




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