Coinbase schießt gegen Tether, rät Nutzern zum Wechsel auf USDC

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Die amerikanische Kryptobörse Coinbase hat ihre Kunden gebeten, alle Krypto-Vermögen in Form des Stablecoins Tether (USDT) in den firmeneigenen Stablecoin USD Coin (USDC) zu konvertieren.

Die Krypto-Handelsplattform argumentiert, dass der eigene USDC angesichts des spektakulären Zusammenbruches der FTX für Anleger die sicherere Alternative im Vergleich zur Konkurrenz ist. Um diesen Schritt zu begünstigen, sollen Wechselgeschäfte von USDT in USDC auf Coinbase ab sofort gebührenfrei sein. Dahingehend erklärt das Krypto-Unternehmen weiter:

„Wir sind der Ansicht, dass unser USD Coin (USDC) ein vertrauenswürdiger und angesehener Stablecoin ist, weshalb wir den Umstieg möglichst reibungslos machen wollen. Ab heute heben wir deshalb alle Gebühren für die Konvertierung von USDT in USDC auf.“

Ursprünglich hatten Stablecoins in der Kryptobranche die Funktion einer Art „Zufahrtsstraße“ inne, über die ausgehend von Landeswährungen auf indirektem Weg in Kryptowährungen investiert werden kann. Inzwischen nehmen Stablecoins allerdings noch eine viel wichtigere Rolle ein, weil über diese maßgeblich die Bereitstellung von Liquidität im Markt organisiert wird. Jedoch kommen immer wieder Zweifel auf, ob die wertstabilen Coins tatsächlich mit ausreichendem Gegenwert – zumeist in Form von 1 US-Dollar pro Währungseinheit – abgedeckt sind.

Diese Debatte wurde nach dem Kollaps der FTX neu entfacht. So soll Binance-Chef Changpeng Zhao, der den Zusammensturz der konkurrierenden Plattform befeuert hatte, dem damaligen FTX-Chef Sam Bankman-Fried vorgeworfen haben, die Anbindung des USDT bewusst zum eigenen Vorteil manipuliert zu haben.

Interessanterweise hat Tether genau einen Tag vor der Insolvenzanmeldung der FTX, also am 10. November 2022, nochmal die eigenen Reserven offengelegt und dabei aufgezeigt, dass 82 % in Form von Bargeld oder bargeldähnlichen Finanzprodukten gehalten werden.

Coinbase setzt nun einen drauf und gibt an, dass der USDC zu 100 % durch „Bargeld und kurzfristige US-Staatsanleihen abgedeckt ist“, weshalb jede Währungseinheit zu jeder Zeit im Verhältnis 1:1 gegen US-Dollar ausgebucht werden könne.




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