CFTC-Kommissarin sieht Risikokapitalgeber in der Verantwortung

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Während die Ermittlungen um den Zusammenbruch der einst systemrelevanten Kryptobörse FTX anhalten, lenkt eine Kommissarin der US-Handelsaufsicht CFTC nun auch den Fokus auf die Risikokapitalgeber der Plattform, die womöglich nicht ausreichend ihrer Sorgfaltspflicht bei der Durchleuchtung des Krypto-Unternehmens nachgekommen sind und damit den massiven Verlust von Kundengeldern begünstigt haben.

So meint CFTC-Kommissarin Christy Goldsmith Romero in einem aktuellen Interview mit Bloomberg, dass die Tatsache, dass viele namhafte Geldgeber der Kryptobörse nun gänzlich ihre früheren Investitionen in die Plattform abschreiben müssen, „ernsthafte Fragen“ an deren Prüfungsverhalten aufwirft.

CFTC-Kommissarin Christy Goldsmith Romero nimmt auch die Kapitalgeber der FTX in die Verantwortung. Quelle: Bloomberg

In diesem Zusammenhang verweist sie auf die haarsträubenden Offenlegungen des amtierenden FTX-Chefs John Ray – der die Firma als eine Art Insolvenzverwalter führt – denn aus diesen geht hervor, dass es bei der Kryptobörse weder eine detaillierte Buchführung noch eine übergeordnete Finanzverwaltung gab.

Die fehlende Buchführung in Kombination mit „einer Wirtschaftsprüfung, von der noch niemand gehört hat“, lassen bei der CFTC-Kommissarin die Alarmglocken schrillen und Verwunderung über das Verhalten der Wagniskapitalgeber aufkommen, die sich von diesen Umständen scheinbar nicht abschrecken ließen. Entsprechend fragt Romero anklagend:

„Wie ist das möglich? Haben sie absichtlich weggeschaut? Oder waren sie einfach geblendet vom Versprechen der Innovation?“

Letztere Vermutung wird gestützt durch den Umstand, dass der frühere FTX-Chef tatsächlich mit seinem Marketing gezielt versucht hat, Vertrauen zu gewinnen. Doch Romero ist sich sicher, dass dies nicht der ausschlaggebende Punkt war.

Vielmehr ist die CFTC-Kommissarin überzeugt, dass die Risikokapitalgeber der FTX ganz bewusst etwaige Alarmsignale bei ihren Prüfungen der Krypto-Handelsplattform ignoriert hätten.

„Gab es vielleicht Interessenskonflikte, die die Geldgeber davon abgehalten haben, ihrer Sorgfaltspflicht nachzugehen oder die Probleme zu sehen, die sie aufgedeckt haben?“, wie Romero abschließend fragt.




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