Britische Parlamentarier gründen Lobbygruppe für Krypto-Regulierung

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Die britische Parlamentarierin Lisa Cameron übernimmt den Vorsitz einer neuen Lobbygruppe, die sich für eine innovationsfreundliche Krypto-Regulierung in Großbritanniens stark machen will.

Wie am Freitag aus einem Bericht der Financial Times hervorgeht, sind in der Lobbygruppe sowohl Mitglieder des House of Commons als auch des House of Lords vertreten. Das erklärte Ziel der Crypto and Digital Assets Group ist es, eine Krypto-Regulierung im Parlament durchzusetzen, die „Innovation fördert“. Die überparteiliche Gruppe will den Anlegerschutz dabei nicht vernachlässigen, und vielmehr dafür sorgen, dass Investoren verstärkt vor Finanzkriminalität und betrügerischen Krypto-Projekten geschützt werden.

„Die Branche befindet sich an einem entscheidenden Punkt, denn Politiker, Behörden und Regierungen auf der ganzen Welt prüfen zurzeit, wie sie ihren Umgang mit Krypto ausgestalten sollten“, so Cameron über die Wichtigkeit ihrer Lobbyarbeit.

Westminster Palace bei Nacht. Quelle: Pexels

Der selbstregulierende Krypto-Handelsverband CryptoUK soll an der Gründung der Lobbygruppe beteiligt gewesen sein und unterstützt deren Arbeit. So will der Verband über 67.000 US-Dollar für die Crypto and Digital Assets Group bereitstellen, wobei der Fokus auf „Bildung, Bildung, Bildung“ bezüglich Kryptowährungen liegen soll.

Diese Art der Aufklärungsarbeit und politischen Einflussnahme könnte für die Kryptobranche in Großbritannien bitter nötig sein, denn die britische Finanzaufsicht FCA hat zuletzt mehrere Warnungen über die Risiken beim Handel mit Kryptowährungen an Privatanleger gerichtet. Auch die britische Werbeaufsicht hat große Krypto-Unternehmen wie Coinbase und Kraken dazu verpflichtet, bestimmte Werbeinhalte wieder zurückzuziehen.

Die Sorge um eine kriminelle und betrügerische Nutzung von Kryptowährungen ist jedoch durchaus berechtigt, denn wie die Daten von Chainalysis zeigen, haben Betrüger im Jahr 2021 mehr als 7,8 Mrd. US-Dollar an Krypto-Vermögen von Anlegern gestohlen. Allein 2,8 Mrd. US-Dollar wurden durch sogenannte Rug Pulls erbeutet. Die hohe Erfolgsquote dieser Betrugsform sieht Chainalysis im „großen Hype um die Branche“ begründet, zudem würden besonders DeFi-Projekte nicht explizit geprüft werden.


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