Blockchain kann das globale Lieferketten-Chaos mildern

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Die COVID-19-Pandemie macht großen Wirtschaftsmächten Schwierigkeiten. Die Besorgnis, dass das globale Handels- und Lieferkettensystem innerhalb weniger Wochen zusammenbrechen könnte, wächst immer weiter. 

Der Zusammenbruch von Angebot und Nachfrage, Transportschwierigkeiten, Arbeitskräftemangel und in einigen Fällen frühe Anzeichen von Protektionismus machen es Anbietern immer schwerer, den Fluss von Waren und Dienstleistungen über die globalen Wertschöpfungsketten aufrechtzuerhalten.

Die Heftigkeit der Krise ist beispiellos. Dennoch argumentieren die Autoren eines Berichts für das Weltwirtschaftsforum vom 6. April, dass die Blockchain-Technologie der Schlüssel zur Milderung der Auswirkungen solcher Störungen sei.  

Ziyang Fan, der Leiter des digitalen Handels beim WEF, und Rebecca Liao, die Mitbegründerin und geschäftsführende Vizepräsidentin des Blockchain-Projekts SKUChain, behaupten, dass die Technologie Lieferkettentransparenz bieten könne. Diese sei sowohl in Zeiten der normalen Produktion als auch in Krisenzeiten entscheidend.

Warum Blockchain so wichtig ist

Bis jetzt, so die Autoren, hätten viele globale Firmen vor einer Digitalisierung der papierbasierten Prozesse im Handel zurückgeschreckt, weil sie befürchten würden, dass die Kosten der Digitalisierung den Nutzen nicht rechtfertigen würden. 

Logistiknetzwerke sind daher nach wie vor stark von physischen Unterschriften und ausgedrucktem Papier abhängig. Das erfordert eine persönliche Anwesenheit des Personals an verschiedenen Standorten, um den Betrieb aufrechtzuerhalten. Ein Beispiel dafür ist ein Schifffrachtbrief. Das ist eine detaillierte Liste der Ladung eines Schiffes, bei der eine Papierkopie noch immer gesetzlich vorgeschrieben ist.

Solche papierbasierten Operationen verringern die Sichtbarkeit und steigern das Risiko bei Störungen. Damit kann das Unternehmen nur eingeschränkt auf veränderte Umstände reagieren. Bereits jetzt schon überstehen Regierungen und Unternehmen mit einer starken digitalen Infrastruktur, wie etwa e-Signaturen und e-Transaktionen, die aktuelle Krise deutlich besser als diejenigen ohne eine solche, so die Autoren.

Der Widerstand gegen die Digitalisierung ist jedoch nicht nur auf die Kosten zurückzuführen. Die Unternehmen haben Bedenken, dass eine Sichtbarkeit ohne guten Datenschutz ihren kommerziellen Vorteil gefährde. Sie befürchten, die Kontrolle darüber zu verlieren, wer Zugang zu sensiblen Informationen über ihre internen Abläufe, die Preisgestaltung und die Beschaffung hat. Die Autoren erklären, wie eine Blockchain diese Ängste ausräumen könnte:

“Wenn sie ordnungsgemäß erstellt wurde, können Lieferanten ihre Datenfreigabeberechtigungen direkt auf ihrem eigenen Blockchain-Knoten überprüfen. Gleichzeitig können ihre Daten sicher mit anderen im Blockchain-Netzwerk geteilt werden, ohne dass eine Punkt-zu-Punkt-Integration wie bei zentralisierten Systemen erforderlich ist.”

Da Informationen für eine reibungslose Funktion von Wertschöpfungsketten entscheidend sind, gibt es bereits Finanzierungsprogramme, um den Zugang von Parteien zu Daten über Leistung und Risiko zu monetarisieren, so der Bericht. Auch hier kann die Blockchain ein effizientes und sicheres Finanzierungssystem sicherstellen, wo “die gemeinsame Nutzung von Daten sich selbst bezahlen kann”:

“Käufer können etwa Zahlungsverpflichtungen auf der Blockchain als Alternative zu einem Akkreditiv nutzen, die Lieferanten später bezahlen, die Kosten der verkauften Waren reduzieren und sich vor einer Insolvenz des Zulieferers schützen. Zulieferer wiederum erkennen ihre Einnahmen früher und ersetzen ihre derzeitigen Finanzierungsvereinbarungen für die Lieferkette durch wesentlich niedrigere Finanzierungsbedingungen.” 

Bekannte Vorteile

Im Dezember 2019 schätzte eine Studie, die gemeinsam von Cointelegraph Consulting und dem Schweizer Unternehmen Insolar durchgeführt wurde, dass Unternehmen in Westeuropa mit der Implementierung von Blockchain in Lieferketten 450 Mrd. US-Dollar im Hinblick auf Logistikkosten einsparen könnten.


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