Bitcoin On-Chain-Daten deuten auf BTC-Boden hin

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Bei Bitcoin (BTC) deutet die Tatsache, dass der Coin sich eine Woche lang über 20.000 US-Dollar halten konnte, stark auf eine Unterstützung hin. Man könnte das auch als neuen Bärenmarkt-Boden bezeichnen. Mehrere Bitcoin-Datenpunkte könnten ein Unterstützungsniveau bei 20.000 US-Dollar etablieren. 

Letzte Woche erreichte Bitcoin einen Höchststand von 20.961 US-Dollar. Er konnte seinen Aufwärtsschwung jedoch nicht aufrechterhalten und die Rallye verlief im Sand. Dabei ist es nicht gelungen, die Marke von 21.000 US-Dollar zu durchbrechen. Aufgrund der Rallye und der darauf folgenden Ablehnung versucht Glassnode in seinem jüngsten Bericht zu analysieren, ob Bitcoin einen Bärenmarkt-Boden erreicht hat oder nicht.

Realisierte Preisverteilung

Der realisierte Bitcoin-Kurs zeigt den durchschnittlichen Preis, den Käufer für ihre BTC-Bestände bezahlt haben. Wenn der Bitcoin-Kurs unter den realisierten Preis eines Nutzers fällt, erleidet dieser technisch gesehen einen nicht realisierten Verlust. Der Indikator UTXO Realized Price Distribution zeigt den prozentualen Anteil des Angebots für einen bestimmten Kaufpreis.

Beim Bärenmarkt 2019 sieht man, dass 30 Prozent des Gesamtangebots von BTC innerhalb der realisierten Preisspanne konzentriert waren. Im April 2019 brach der Kurs über den realisierten Preis aus und signalisierte damit den Beginn eines neuen Bullenmarktes.

Bitcoin UTXO realisierte Preisverteilung im April 2019. Quelle: Glassnode

Betrachtet man den aktuellen Markt mit derselben Methodik, so konzentriert sich der realisierte Bitcoin-Preis zu 20 Prozent auf das Angebot zwischen 17.000 und 22.000 US-Dollar. Das deutet zwar darauf hin, dass möglicherweise eine stärkere Umverteilung stattfinden muss, aber die Konsolidierung ist sehr deutlich und unterstreicht, wie widerstandsfähig die Besitzer sind.

Bitcoin UTXO realisierte Preisverteilung im Oktober 2022. Quelle: Glassnode

Wie lange noch bis zum Ausbruch?

Das Bitcoin-Bewertungsmodell kann signalisieren, wie lange es noch bis zu einem Ausbruch wie im April 2019 dauert. Betrachtet man die Daten aus der Vergangenheit, sieht man, dass die Spanne der realisierten Preise in früheren Zyklen zwischen 5,5 und 10 Monaten anhielt. Im aktuellen Zyklus bewegt sich Bitcoin erst seit etwa drei Monaten innerhalb einer Spanne. Das bedeutet, dass der nächste Ausbruch noch ein paar Monate auf sich warten lassen könnte.

Historisches Bitcoin-Bewertungsmodell mit realisierten Preisspannen. Quelle: Glassnode

Langfristige Anleger weiter im Plus

Die Verteilung der realisierten Preise in Bezug auf langfristige und kurzfristige Anleger kann ebenfalls einigen Aufschluss geben. Der Teil des Angebots, der sich im Plus befindet, gehört derzeit überwiegend den langfristigen Besitzern. Das bedeutet, dass der Druck, zu verkaufen, geringer ist. Und selbst wenn sie das tun würden, wären sie im Plus. Insgesamt liegt 56 Prozent des Angebots insgesamt im Plus. Bei langfristigen Besitzern liegt dieser Prozentsatz bei 60 Prozent.

Gesamtangebot im Plus und langfristiges Anlegerangebot im Plus. Quelle: Glassnode

Die vorherigen Marktzyklen haben zwar länger angehalten als der aktuelle Zyklus, doch die Anzeichen für einen erneuten Ausbruch sehen positiv aus. Und da langfristige Inhaber überwiegend im Plus sind, könnte der Verkaufsdruck sehr gering sein, wenn es zu Ausverkäufen kommt.

 

Die Ansichten und Meinungen, die hier aufgeführt werden, sind ausschließlich die des Autoren und spiegeln nicht zwangsläufig auch die Ansichten von Cointelegraph.com wieder. Jedes Investment und jeder Handel gehen mit Risiken einher und Sie sollten gut recherchieren, bevor Sie eine Entscheidung treffen.

 


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