Bitcoin-Kurs unberechenbar – Treffsicherstes Prognosemodell liegt daneben wie noch nie

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Der Bitcoin-Kurs (BTC) liegt zurzeit so weit entfernt vom Prognosewert des viel zitierten Stock-to-Flow (S2F) Berechnungsmodells wie nie zuvor.

Wie die aktuellen Daten des Prognosemodells entsprechend zeigen, weicht BTC zurzeit so stark vom vorgegebenen Kursziel ab wie noch nie.

Stock-to-Flow stellt Negativrekord auf

Durch den Skandal um die insolvente Krypto-Handelsplattform FTX hat sich der Druck auf Bitcoin nochmal spürbar erhöht.

So kommen allen voran die Miner der marktführenden Kryptowährung in Bedrängnis und auch einige der wichtigsten Kennzahlen des Netzwerks geraten ins Wanken.

Darunter auch das eigentlich so treffsichere S2F-Prognosemodell, dessen Abweichungen nun noch drastischer geworden sind.

Bis zum letzten Rekordhoch von Bitcoin im November 2021 erfreute sich das Modell, das die vorhandene Umlaufmenge (Stock) und deren Anstiegsrate (Flow) ins Verhältnis setzt, noch größter Beliebtheit, doch in den letzten Monaten wird die Kritik immer lauter.

Obwohl das Prognosemodell in erster Linie stetiges exponentielles Wachstum voraussagt, lässt es eigentlich auch Platz für Ausreißer nach unten, aber selbst unter dieser Prämisse weichen die derzeitigen Kurse eindeutig zu stark von der angepeilten Vorhersage ab.

Laut dem auf das Modell spezialisierten Datendienst S2F Multiple müsste der Bitcoin-Kurs am heutigen 19. November bei knapp 72.000 US-Dollar stehen, woraus sich angesichts des tatsächlichen Kurses von ungefähr 16.000 US-Dollar ein „Multiple“ bzw. eine Abweichung von -1,47 ergibt.

Am 10. November stand dank des FTX-Debakels zwischenzeitlich sogar ein Multiple von -1,5 auf dem Tableau, womit zugleich ein neuer Negativrekord für das alteingesessene Modell aufgestellt wurde.

Bitcoin Stock-to-Flow Multiple. Quelle: S2F Multiple/ Twitter

S2F-Erfinder verteidigt sein Modell

Eine abgewandelte Version des S2F-Modells von der Analyseplattform LookIntoBitcoin kommt im Hinblick auf die momentane Kursentwicklung zu einem ganz ähnlichen Ergebnis.

„Der Bitcoin-Kurs weicht aktuell so stark nach unten vom S2F ab wie nie zuvor“, wie Krypto-Experte Philip Swift vor wenigen Tagen im zugehörigen Twitter-Post zu bedenken gab. Und weiter:

„Wir sehen derzeit eine Abweichung von -1,26, was gegenüber dem bisherigen Negativrekord von -1,21 im Jahr 2011 ein neuer Tiefpunkt ist.“

Bitcoin Stock-to-Flow (S2F) Modell. Quelle: Philip Swift/ Twitter

PlanB, der Krypto-Analyst und Erfinder hinter S2F, wehrt sich gegen diese Kritik und verweist auf den langfristigen Zeithorizont, den das Modell betrachtet.

„Es fühlt sich an wie das Ende aller Tage, aber der Fall FTX wird langfristig nur ein kleiner Ausreißer in der Betrachtung sein“, wie er dahingehend argumentiert.

Diese verteidigenden Worte hat das für seine Treffsicherheit bekannte und beliebte Modell bitter nötig, denn bereits vor dem Nackenschlag durch FTX wurde die Legitimität von S2F zunehmend in Frage gestellt. Während ein Experte das Berechnungsmodell gar als „Betrug“ bezeichnet, rügte selbst Ethereum-Galionsfigur Vitalik Buterin, dass für Krypto-Anleger durch dessen wagemutigen Prognosen „ein falsches Gefühl der Sicherheit“ entsteht.

Die massiven Abweichungen zwischen Prognosewert und Bitcoin-Kurs sieht der Gründer gelassen, denn nach seiner Auffassung ist selbst breiter Spielraum für Schwankungen sinnvoller als gar kein Modell zu haben, das bisher als zuverlässige Leitlinie gedient hat.




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