Bitcoin-Kurs schlittert dank FTX-Debakel auf zweijähriges Tief

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Bitcoin (BTC) hat am heutigen 8. November 200 Mio. US-Dollar an Long-Positionen liquidiert, nachdem der Kurs der marktführenden Kryptowährung auf ein zweijähriges Tief abgerauscht ist.

Bitcoin-Kursdiagramm (Bitstamp). Quelle: TradingView

Bitcoin-Kurs rutscht auf zweijähriges Tief

Wie die Daten von Cointelegraph Markets Pro und TradingView zeigen, ist das Kursdiagramm ein regelrechtes Trümmerfeld nachdem die Entwicklungen um die einflussreiche Kryptobörse FTX den Markt torpediert haben.

Dabei konnte sich der Bitcoin-Kurs zunächst noch zurück über 20.000 US-Dollar hieven, nachdem bekanntwurde, dass Marktführer Binance womöglich eine Übernahme der Handelsplattform erwägt.

Mit der Handelseröffnung an der Wall Street ist BTC innerhalb von zwei Stunden jedoch wieder um 2.000 US-Dollar eingebrochen und auf ein neues Tief von 17.120 US-Dollar abgerutscht.

Dieser Tiefpunkt stand das letzte Mal im November 2020 auf dem Tableau, was gleichsam bedeutet, dass der Bitcoin-Kurs damit das bisherige Jahrestief von 17.120 US-Dollar unterbietet.

Bitcoin-Wochendiagramm (Bitstamp). Quelle: TradingView

Aus dem Orderbuch von Binance wird ersichtlich, wie die Abwärtsspirale den starken Support bei 18.000 US-Dollar zum Einknicken gebracht hat, um den Weg für weitere Verluste frei zu machen.

Zum Tagesabschluss vom gestrigen 8. November war der Bereich von 18.400 US-Dollar im Hinblick auf das Handelsvolumen von übergeordnetem Interesse, das auch jetzt noch gilt.

Bitcoin-Orderbuch (Binance). Quelle: Material Indicators/ Twitter

Die Daten von Coinglass belegen derweil, wie schmerzhaft der massive Kurseinbruch für die Trader von Long-Positionen war, die wortwörtlich unter die Räder gekommen sind.

So belaufen sich die Liquidationen für Long-Positionen über alle Kryptobörsen hinweg auf insgesamt 214 Mio. US-Dollar, während für den gesamten Kryptomarkt satte 670 Mio. US-Dollar auf dem Tableau stehen.

Zusammengerechnet mit den Short-Positionen ergeben sich daraus Liquidationen im Wert von 915 Mio. US-Dollar.

Krypto-Liquidationen. Quelle: Coinglass

Wichtige Wochen stehen bevor

Angesichts dieser rasanten Entwicklungen sind die Krypto-Analysten vorsichtig, was weitere Kursprognosen angeht.

„Es ist noch viel zu früh, um sagen zu können, wie sich das hier auflöst, aber die Tatsache, dass wir eine durch Kryptobörsen bedingte Liquiditätskrise an diesem Punkt der Marktreife haben, ist ein ganz schönes Ding“, wie der eigentlich immer optimistische TechDev schreibt. Dem fügt er an:

„Wir stehen vor wichtigen Wochen.“

Selbst erfahrene Trader wurden vom plötzlichen Kursrutsch überrumpelt, doch immerhin gibt es abseits des Kryptomarktes langsam einen kleinen Hoffnungsschimmer.

So meint der Analyst IncomeShorts, dass der schwächelnde US-Dollar während der amerikanischen Halbzeitwahlen ein vielversprechendes Zeichen für risikobehaftete Finanzprodukte ist.

„Sieht so aus, als ob es unter den Support geht“, wie der Beobachter mit Blick auf den US-Dollar-Index (DXY) feststellt. Und weiter:

„Für den Aktienmarkt sieht es gut aus, während der Kryptomarkt durch einen fiesen Schwarzen Schwan ruiniert wurde. Doch sobald sich die Lage wieder normalisiert, sollten auch BTC und ETH eine Kletterpartie hinlegen. Das Problem sind nicht die Kryptowährungen selbst.

US-Dollar-Index (DXY). Quelle: TradingView

Am morgigen 10. November könnte schon wieder neue Volatilität kommen, denn die Veröffentlichung der neuen US-Inflationszahlen gilt als Fingerzeig für die Entwicklung der gesamtwirtschaftlichen Lage.




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