Bitcoin-Kurs kann positive Inflationszahlen nicht ummünzen

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Bitcoin (BTC) kämpft am späten 12. Januar nach der Handelseröffnung an der Wall Street um die 18.000 US-Dollar-Marke, obwohl die aktuelle Inflation eigentlich rückläufig ist.

Bitcoin-Kursdiagramm (Bitstamp). Quelle: TradingView

Bitcoin-Experten bleiben vorsichtig

Wie die Daten von Cointelegraph Markets Pro und TradingView zeigen, bekam der Bitcoin-Kurs nach der Veröffentlichung der neuen Inflationszahlen für Dezember neue Volatilität zu spüren.

Die erste Veröffentlichung für den Verbraucherpreisindex (VPI) im neuen Jahr kam noch vor der Handelseröffnung an der Wall Street und sorge zunächst für einen weiteren Sprung der marktführenden Kryptowährung, ehe diese zwischenzeitlich zurück unter 18.000 US-Dollar fiel.

Damit wiederholt der Bitcoin-Kurs die Bewegung aus dem Vormonat, wodurch der Widerstand bei 18.500 US-Dollar weiter unangetastet bleibt.

Der Verbraucherpreisindex für Dezember weist einen Wert von 6,5 % aus und liegt damit im Rahmen der Prognosen. Laut dem FedWatch Tool der CME Group hatte der Markt deshalb mehrheitlich auf eine verringerte Leitzinserhöhung der US-Zentralbank in Höhe von 0,25 % gesetzt.

Wahrscheinliche Leitzinserhöhung der US-Zentralbank. Quelle: CME Group

Trotz der positiven Nachrichten heißt es für die Krypto-Anleger weiterhin „Abwarten und Tee trinken“, wie die Experten betonen.

„Nicht jeder Aufschwung bedeutet, dass die Bodenbildung abgeschlossen ist und dass es jetzt nur noch nach oben geht“, wie der Trader Crypto Tony stellvertretend warnt. Dem fügt er an:

„Wir sind zurück im Bullenmarkt, wenn wir höhere Hochs und höhere Tiefs erreichen, aber so weit sind wir noch nicht.“

Cointelegraph-Analyst Michaël van de Poppe mahnt ebenfalls, dass es als nächstes wieder einen Abschwung geben könnte, ehe die risikobehafteten Finanzprodukte durch die positiven VPI-Zahlen einen spürbaren Schub bekommen.

„Ein weiterer Monat mit rückläufiger Inflation, jetzt schon niedriger als im November 2021. Im Monatsvergleich sind die Zahlen sogar negativ“, wie der Experte feststellt. Und weiter:

„Das ist Treibstoff für einen zwei- bis viermonatigen Aufwärtstrend, aber erst wird es wohl noch einen kurzfristigen Abschwung für Bitcoin geben.“

In einem nachfolgenden Post nennt van de Poppe das wahrscheinliche Kursziel von 17.700 US-Dollar für BTC.

Bitcoin-Kursdiagramm. Quelle: Michaël van de Poppe/Twitter

Rückläufige Inflation noch immer problematisch

Der Aktienmarkt, der die positiven VPI-Daten scheinbar schon eingepreist hatte, bleibt nach Handelseröffnung unterdessen flach.

So geht es für den S&P 500 und den Nasdaq Composite Index am Donnerstag lediglich um verhaltene 0,2 % aufwärts.

Der Wirtschaftsexperte Tedtalksmacro gibt derweil zu bedenken, dass die Inflation noch immer problematisch ist, obwohl sich die Lage insgesamt verbessert.

„Es scheint, dass wir die Inflation jetzt im Griff haben, aber die Auswirkungen der Leitzinserhöhungen durch die Zentralbank sind noch immer nicht ganz angekommen“, wie Ted ausführt.

„Für das aktuelle Kursgeschehen sehe ich keinen Vorteil, aber wir können jetzt schon einen Vorteil daraus ziehen, dass wir den Trend vorhersehen. Abschwünge im Q1 + Q2 sollten als Kaufgelegenheiten wahrgenommen werden, auf Shorts verzichte ich.“

Auf dem Kryptomarkt geraten die Short-Positionen bereits unter Druck. So hat der Aufschwung von Bitcoin am heutigen 12. Januar satte 33 Mio. US-Dollar an Shorts und 21 Mio. US-Dollar an Longs aufgelöst.

Bitcoin-Liquidationen. Quelle: Coinglass




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