Binance-CEO betont Wichtigkeit zentralisierter Handelsplattformen

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Mit einem Frage-Antwort-Video hat Binance-Geschäftsführer Changpeng „CZ“ Zhao das Jahr 2021 ausklingen lassen, indem er einige Tweets der Krypto-Community beantwortet.

Dabei kam unter anderem das kontroverse Thema Zentralisierung zur Sprache, das in der von Natur aus dezentralisierten Welt von Krypto und Blockchain immer wieder die Gemüter spaltet.

So schimpfte ein Krypto-Nutzer in seinem Tweet mit deutlichen Worten auf zentralisierte Finanzdienstleister wie die Binance und lobte im Gegenzug die Dezentralisierten Finanzdienstleistungen (DeFi). Daraufhin entgegnete Zhao: „Heutzutage brauchen wir zwangsläufig noch immer zentralisierte Finanzdienstleister, die mit der traditionellen Finanzbranche zusammenarbeiten können, damit Geld überhaupt in und aus der Kryptobranche fließen kann.“

Dem fügte er unter Bezugnahme auf einen nachfolgenden Tweet an, dass die Kryptobranche trotz aller Erfolge weiterhin in den Kinderschuhen steckt, weshalb „Hacker, Schneeballsysteme und Betrüger“ noch immer freies Feld hätten. Ein Umstand, der auch durch zentralisierte Systeme etwas gemildert werden kann.

Aufmerksame Cointelegraph-Leser werden sich für das Jahr 2021 vielleicht an den berühmt-berüchtigten Rug-Pull um die Kryptowährung von Squid Game (SQUID) erinnern, der zunächst astronomische 45.000 % hinzugewinnen konnte, ehe es plötzlich steil nach unten ging. Anfang November stellte die Binance deshalb Nachforschungen zu dem Pump-And-Dump an.

Anschließend bezog Zhao noch Stellung zu dem Vorwurf, dass seine Kryptobörse bei der Auswahl der Kryptowährungen, die sie in die Notierung nimmt, voreingenommen wäre. Dahingehend antwortet der CEO:

„Binance notiert ca. 600 – 700 Kryptowährungen von 6 Mio. Coins, die es auf dem Markt insgesamt gibt. Es wird also im Schnitt nur eine von 10.000 Kryptowährungen in die Notierung der Binance aufgenommen. Das sind nur 0,01 %, unsere Auswahl ist also sehr begrenzt.“

In der Tat ist die Auswahl von Krypto-Projekten noch das geringste Problem der marktführenden Kryptobörse. Vielmehr musste sich diese im vergangenen Jahr immer wieder mit behördlichem Gegenwind auseinandersetzen. Damit steht das Unternehmen allerdings nicht ganz alleine, denn im August waren zentralisierte Krypto-Handelsplattformen insgesamt ins Visier der Aufsichtsbehörden geraten.


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