Bessere Rendite mit Durchschnittskosteneffekt oder ganzer Anlagesumme?

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Bitcoin (BTC) ist sechs Monate, nachdem er sein Rekordhoch von 69.000 US-Dollar im November 2021 erreicht hat, um über 55 Prozent gesunken.

Dieser massive Rückgang lässt Anleger zweifeln, ob sie Bitcoin kaufen sollen, solange er mit etwa 30.000 US-Dollar billiger ist, oder ob sie auf einen weiteren Ausverkauf auf dem Markt warten sollen.

Das liegt vor allem daran, dass die Zinssätze, trotz der kürzlichen Leitzinserhöhung der US-Zentralbank um 0,5 Prozent, niedriger sind. Unterdessen sind die Bargeldbestände bei Fondsmanagern weltweit um 6,1 Prozent auf 83 Milliarden US-Dollar und damit auf den höchsten Stand seit den Anschlägen vom 11. September 2001 gestiegen. Das deutet auf eine Risikoaversion unter den größten Renten-, Versicherungs-, Vermögens- und Hedgefondsmanagern hin, wie aktuelle Daten der Bank of America zeigen.

Viele Krypto-Analysten, darunter Carl B. Menger, sehen große Kaufgelegenheiten bei Bitcoin, während der Kurs noch einen Boden sucht.

Aber anstatt eine große Summe zu investieren, um in den Markt einzusteigen, können Anleger auch den sogenannten Durchschnittskosteneffekt (Dollar-Cost-Averaging, kurz DCA) nutzen. Die Investition einer großen Summe wird in Fachkreisen auch als “Lump Sum Investment” bezeichnet, kurz LSI.

Durchschnittskosteneffekt bei Bitcoin bietet bessere Rendite als 99,9 Prozent aller Vermögensverwalter

Mit der sogenannten DCA-Strategie verteilen Investoren die Bitcoin-Anlagesumme auf zwölf Monate auf. So kaufen Anleger mehr BTC, wenn die Kurse sinken und weniger, wenn die Kurse steigen.

Die Strategie hat bisher durchaus ansehnliche Renditen abgeworfen.

Ein Beispiel: Wenn man nach dem Höchststand im Dezember 2017, dabei 20.000 US-Dollar lag, jeden Monat einen US-Dollar in Bitcoin investiert hätte, läge die Rendite laut dem DCA-Rechner von CryptoHead bei insgesamt 163 US-Dollar. Das wäre ein Gewinn von rund 200 Prozent.

Bitcoin DCA-Rechner. Quelle: CryptoHead

Die Bitcoin-DCA-Strategie ist auch deshalb so beliebt, weil man generell glaubt, dass der langfristige BTC-Trend immer nach oben geht. Menger behauptet, Anleger könnten, wenn sie regelmäßig Bitcoin im Wert von einem bestimmten Betrag kaufen, “99,99 Prozent aller Investmentmanager und -firmen auf dem Planeten Erde schlagen” könnten.

Kehrseite der DCA-Strategie

Betrachtet man die historischen Renditen auf den traditionellen Märkten, sprechen diese jedoch nicht dafür, dass DCA die beste Anlagestrategie ist. Die LSI-Strategie schneidet da besser ab.

Eine Studie zu 60/40-Portfolios von Vanguard, bei der alle 12-Monats-Zeiträume von 1926 bis 2015 untersucht wurden, zeigte etwa, dass man in zwei Dritteln der Fälle mit der LSI-Strategie besser abschneiden konnte als mit dem Durchschnittskosteneffekt. Im Durchschnitt hat LSI pro Kalenderjahr um 2,4 Prozent besser abgeschnitten.

In diesem Zusammenhang: Bitcoin-Kurs (BTC) tanzt weiter am Abgrund, Aktienmarkt verfehlt Wirkung

Daraus könnte man schließen, dass es sich bei Bitcoin in Zukunft genauso verhalten könnte. Schließlich ist seine tägliche positive Korrelation mit dem S&P 500 Index im Mai auf 0,96 gestiegen.

Daher könnte eine regelmäßige Investition in Bitcoin mit einem festgelegten Betrag also nicht immer zu besseren Renditen führen als die LSI-Strategie.

BTC/USD-Tages-Chart. Quelle: TradingView

Kann man beides kombinieren?

Larry Swedroe, Forschungsleiter bei Buckingham Wealth Partner, ist der Meinung, dass Anleger LSI und DCA mischen sollten.

“Investieren Sie ein Drittel der Investition sofort und die übrigen zwei Drittel jeweils in den nächsten zwei Monaten oder den nächsten zwei Quartalen”, wie der Analyst auf SeekingAlpha erklärte. Außerdem sagte er:

“Investieren Sie heute ein Viertel und den Rest gleichmäßig verteilt über die nächsten drei Quartale. Investieren Sie sechs Monate lang jeden Monat oder jeden zweiten Monat ein Sechstel.”

Die Ansichten und Meinungen, die hier aufgeführt werden, sind ausschließlich die des Autoren und spiegeln nicht zwangsläufig auch die Ansichten von Cointelegraph.com wieder. Jedes Investment und jeder Handel gehen mit Risiken einher und Sie sollten gut recherchieren, bevor Sie eine Entscheidung treffen.

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