Auszahlungsstopp bei Celsius trifft deutschen Fintech Nuri

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Wegen der „extremen Marktbedingungen“ hat der amerikanische Krypto-Anbieter Celsius Network am Montag, den 13. Juni, Abhebungen und Überweisungen auf seinen Konten pausiert. Da die deutsche Neobank (ehemals Bitwala) Bitcoin (BTC), die in den Ertragskonten angelegt werden, an Celsius Network durchreicht, hat die aktuelle Celsius-Liquiditätskrise dementsprechend auch Auswirkungen auf deutsche Anleger.

BTC- und ETH-Handel, Wallets, Nuri-Bankkonto nicht betroffen

Das Berliner Fintech Nuri lockte auf seiner Webseite mit bis zu drei Prozent Zinsen für sein Bitcoin-Ertragskonto. Dabei landete das Bitcoin-Vermögen der Kunden bei Celsius Network – und die haben nun ihre Auszahlungen gestoppt. Deswegen können Nuri-Kunden ihre Bitcoin aus den Ertragskonten momentan nicht auszahlen lassen. 

Von der aktuellen Lage bei Celsius ist aber nur das Bitcoin-Ertragskonto von Nuri betroffen, sagt Philipp Beer, ​​Chief Growth Officer von Nuri, gegenüber Cointelegraph auf Deutsch. Alle anderen Produkte und Dienstleistungen von Nuri, wie das Bankkonto, der Bitcoin- und Ether-Handel sowie die Krypto-Wallets der Kunden funktionieren reibungslos. Auch die zuletzt verkündete Entlassung von 20 Prozent der Belegschaft hätte keine Auswirkungen auf den Betrieb von Nuri, so Beer. 

Die Nuri-App erfüllt eine reine Vermittlungsfunktion, um ihre Kunden mit Celsius zu verbinden. Die Neobank tut dies unter dem Lizenzdach der Solarisbank als “Anlagevermittler” zwischen Celsius und dem Kunden. Das heißt, bei dem Bitcoin-Ertragskonto verleiht der Nuri-Kunde seine Krypto-Assets über Berliner Fintech an Celsius Network. Für die vorübergehende Überlassung schuldet Celsius dem Kunden schließlich Zinserträge und muss Bitcoin auch wieder zurück überweisen, wenn der Anleger dies wünscht. 

Kein Einlagenschutz von Nuri

Genau dieser Prozess wurde nun aber pausiert. Laut Celsius handelt es sich hierbei um eine temporäre Auszahlungspausierung. Die US-Firma verspricht, sie habe Maßnahme ergriffen, um die Liquidität und den reibungslosen Ablauf zu stabilisieren.

“Wir sind mit Celsius in Kontakt, um detailliertere Informationen zur aktuellen Lage und der Dauer des Auszahlungsstopps zu bekommen. Sobald wir weitere Informationen erhalten, werden wir diese umgehend mit den betroffenen Kunden teilen”, so Beer. Für die über das Bitcoin-Ertragskonto investierten Kryptowährungen gibt es aber keinen Einlagenschutz. In der Risikoaufklärung von Nuri steht, beim Ausfall von Celsius Network und im Fall des Verlustes der angelegten Coins leiste Nuri keinen Ersatz an die Anleger. Zum anderen trügen die Anleger „vollständig das Risiko der Insolvenz von Celsius Network. Alleiniger Schuldner der Ansprüche der Anleger auf die vereinbarten Erträge sowie die Rückzahlung der eingesetzten Menge von Kryptowährungen ist Celsius Network“. 

Krypto-Winter ist da

Der aktuelle Krypto-Markt befindet sich seit Monaten in einem Abwärtstrend. Laut Beer sind alle Risiko-Vermögenswerte hiervon betroffen, “aber vor allem die Kryptomärkte mussten enorme Kursabfälle verzeichnen”. Die Celsius-Entscheidung, die Auszahlungen zu pausieren, sei aber nicht der Auslöser, so Beer, aber das trage weiter zur Unsicherheit der Anleger bei.

“Einerseits gab es nach jedem Höchstkurs einen Abschwung um bis zu 80 Prozent, von daher ist es wahrscheinlich, dass wir den Tiefpunkt noch nicht gesehen haben. Zudem sind wir sowohl makroökonomisch als auch in der Krypto-Welt in eine Art “perfekten Sturm” geraten: Die Zinsen steigen, Inflation explodiert, die Märkte weltweit geben nach. In der Kryptowelt hatten wir mit dem Platzen der NFT-Blase und dem Debakel um UST/Terra in den letzten Wochen einige Ereignisse, die der Markt verdauen muss”. 

Für Anleger sieht Chief Growth Officer von Nuri in dem aktuellen Krypto-Winter jedoch “eine Chance, günstig zu investieren”. Um sich von der Volalität des Marktes unabhängig zu machen, empfiehlt Beer allerdings, “einen regelmäßig laufenden Sparplan anzulegen”.

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