Anwälte von Sam Bankman-Fried fordern Zugriff auf Robinhood-Aktien für Strafverteidigung

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Die Rechtsanwälte des ehemaligen FTX-Chefs Sam Bankman-Fried (SBF) haben beantragt, dass Robinhood-Aktien im Wert von mehr als 450 Mio. US-Dollar nicht in den Besitz der Gläubiger der Kryptobörse übergehen, sondern weiterhin Bankman-Fried zur Verfügung stehen.

Wie am 5. Januar aus entsprechenden Gerichtsdokumenten aus dem Insolvenzverfahren der FTX hervorgeht, argumentieren die Anwälte von SBF, dass die FTX-Gläubiger nicht ausreichend darlegen könnten, dass sie einen rechtlichen Anspruch auf die 56 Mio. Robinhood-Aktien haben. In diesem Kontext weisen die Anwälte darauf hin, dass das US-Justizministerium bereits die Beschlagnahmung der Wertpapiere veranlasst hat, weshalb Bankman-Fried nun gezwungen sei, seine eigenen Ansprüche auf diese anzumelden.

„Herr Bankman-Fried wurde bisher weder strafrechtlich noch zivilrechtlich wegen Betrugs verurteilt, weshalb es unrechtmäßig ist, dass die FTX-Gläubiger gegenüber dem Gericht geltend machen wollen, dass alles, was Herr Bankman-Fried je gemacht hat, mit Betrug gleichzusetzen ist“, wie die Anwälte des früheren FTX-Chefs zu bedenken geben. Dem fügen sie mit Blick auf die Robinhood-Aktien an: „Die FTX-Gläubiger konnten bisher nicht nachweisen, dass sie wegen vermeintlichen Betrugs Anspruch auf die betreffenden Vermögenswerte haben.“

Des Weiteren weist das Schreiben auf das Strafverfahren gegen Bankman-Fried hin, in dem sich dieser acht Anklagepunkten, darunter Anlagebetrug und Verstöße gegen das Parteispendenrecht, ausgesetzt sieht. Deshalb sind dessen Anwälte der Ansicht, dass SBF „Teile dieses Vermögens braucht, um für seine Strafverteidigung zahlen zu können“. Die Verweigerung dieser Gelder könne „irreparable Schäden“ für die Verteidigung von Bankman-Fried bedeuten, die nicht zulässig sind.

Im Dezember hatte der ehemalige FTX-CEO noch behauptet, dass er nach dem Zusammenbruch seiner Kryptobörse selbst nur noch über knapp 100.000 US-Dollar verfügt. Nichtsdestotrotz haben zwei unbekannte Personen – neben den Eltern von Bankman-Fried – die nötigen Sicherheiten für dessen massive Kaution in Höhe von 250 Mio. US-Dollar hinterlegt.

SBF hat sich in dem Strafverfahren bereits für nicht schuldig erklärt, der Prozessbeginn ist allerdings erst für Oktober angesetzt. Laut seinen Kautionsbedingungen darf Bankman-Fried nicht auf Gelder von FTX oder Alameda zugreifen, jedoch kamen kürzlich Zweifel auf, ob er dennoch Gelder aus den Wallets der Schwesterfirma bewegt.

 


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