Anleger beweinen drohende Verluste nach Insolvenzantrag von Voyager

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  • Voyager geht überraschend in Insolvenz

  • Privatanlegern und Investoren drohen massive Verluste

  • Kryptobörse will Anleger auf jeden Fall entschädigen

Kleine und große Krypto-Anleger lecken ihre Wunden, nachdem die Kryptobörse Voyager Digital jüngst einen Insolvenzantrag gestellt hat. Den betroffenen Nutzern drohen dadurch nun beträchtliche Verluste.

Wie zuvor berichtet, hatte die Voyager einen 650 Mio. US-Dollar schweren Kredit an den Krypto-Hedgefonds Three Arrows Capital (3AC) vergeben, der durch die anhaltende Krise auf dem Kryptomarkt allerdings massiv in Schwierigkeiten geraten ist und seine Verbindlichkeiten nicht mehr begleichen kann. Obwohl sich Voyager Digital im Juni selbst einen Kredit organisiert hat, um das fehlende Geld zu kompensieren, hat die Handelsplattform am 6. Juli überraschend doch noch einen Insolvenzantrag gestellt.

Anleger müssen bluten

Welche Konsequenzen diese Entwicklungen für Krypto-Investoren jeglicher Größenordnung haben, hat die Fortune am 9. Juli in einem aktuellen Bericht verdeutlicht.

So gibt ein anonymer Privatanleger stellvertretend an, dass er fast die gesamten Ersparnisse seiner Familie – ein Betrag im sechsstelligen Bereich – auf Voyager liegen hat. Diesen Geldern droht nun der Totalverlust.

„Ich könnte jeden Tag heulen“, so der anonyme Anleger. Dem fügt er an: „Ich weiß gar nicht, wie ich das meiner Frau erklären soll. Wir haben gemeinsam unser Erspartes in Voyager investiert, denn sie hat mir vertraut, dass ich die richtige Entscheidung treffe.“

Als Krypto-Anleger mit sechs Jahren Erfahrung war sich der Betroffene nach einer eigenen Recherche eigentlich sicher, dass er Voyager bedenkenlos nutzen könne. Dass die Handelsplattform im Hintergrund angelegte Krypto-Vermögen an Dritte verleiht, war ihm dabei nicht klar:

„Ich wusste nicht, dass Voyager Kundengelder an einen Hedgefonds verleiht. Hätte ich das gewusst, dann hätte ich mein Geld besser zuhause im Safe lassen können.“

Nicht nur naive Kleinanleger sind betroffen

Auch der Krypto-Influencer Scott Melker, in der Community bekannt als The Wolf Of All Streets, gehört zu den potenziell Geschädigten der Voyager-Insolvenz, wobei dessen Verluste noch weitaus höher sind.

„Ich würde mehrere Millionen verlieren“, wie Melker gegenüber Fortune angibt. Schwerer als die möglichen finanziellen Schäden wirkt für den Influencer jedoch die Rufschädigung und das schlechte Gewissen, die Kryptobörse selbst an Follower, Freunde und Familienmitglieder empfohlen zu haben:

„Mir ist klar, dass jeder für seine Entscheidungen selbst verantwortlich ist, aber viele hätten sich vielleicht gar nicht für Voyager entschieden, wenn ich nicht dafür geworben hätte. Das ist für mich ehrlich gesagt schlimmer als verlorenes Geld.“

Immerhin hat die Krypto-Handelsplattform den Kampf noch lange nicht aufgegeben, ganz im Gegenteil soll der Insolvenzantrag ein erster strategischer Schritt sein, um den Betrieb aufrechterhalten und die Vermögen der Anleger schützen zu können. Letztere sollen auf jeden Fall entschädigt werden, in welchem Umfang dies gelingen wird, ist jedoch unklar.

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