3AC-Gründer legen Verbindungen zu Terra offen, gestehen Übermut ein

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  • Gründer von Three Arrows Capital (3AC) melden sich seit der Insolvenz ihres Hedgefonds erstmals wieder zu Wort.

  • Zhu und Davies gestehen Fehler ein, jedoch sei der Crash von Bitcoin maßgeblich für die Schieflage ihrer Firma verantwortlich.

  • Gerüchten um eine private Bereicherung vor Bekanntwerden der Insolvenz dementieren beide.

Die Gründer des massiv in Schieflage geratenen Krypto-Hedgefonds Three Arrows Capital (3AC), der in der ersten Juliwoche sogar Insolvenz angemeldet hat, meldet sich nach fünf Wochen der Funkstille erstmals wieder zu Wort.

Im entsprechenden Interview mit Bloomberg räumen die beiden Gründer Su Zhu und Kyle Davies ein, dass aus einem mehrjährigen Bullenmarkt entstandener Übermut zum jetzigen Scheitern ihrer Firma geführt hat. Die vorherige Hochphase, in der Lending-Plattformen dank Geldern von Kreditgebern wie 3AC rasant gewachsen sind, habe eine Reihe schlechter Entscheidungen bedingt, die eigentlich vermeidbar waren.

In diesem Zusammenhang legt Zhu auch enge Verbindungen zu Do Kwon, dem Gründer des dramatisch gescheiterten Blockchain-Projekts Terra (LUNA) offen, durch die sich Three Arrows von den Verlockungen des Projekts hat blenden lassen und Warnsignale ignoriert hat. So investierte der Krypto-Hedgefonds letztendlich satte 500 Mio. US-Dollar in Terra:

„Wir wünschten, wir hätten das kommen sehen, dass das Ganze in gewisser Weise anfällig ist, und in zu kurzer Zeit viel zu schnell gewachsen ist.“

Obwohl die beiden 3AC-Gründer die Terra-Investition rückblickend als großen Fehler sehen, geben sie zu bedenken, dass die richtigen Probleme für ihren Hedgefonds erst losgegangen sind, nachdem Bitcoin (BTC) unter 20.000 US-Dollar gefallen war, denn durch diesen Wertverlust konnte die Firma bestehende Kredite plötzlich nicht mehr bedienen. So erklärt Zhu:

„Nach dem Zusammenbruch [von Terra] konnten wir unseren Geschäftsbetrieb noch ganz normal weiterführen, aber als Bitcoin dann von 30.000 US-Dollar auf 20.000 US-Dollar abgerutscht ist, mussten wir richtig bluten. Das war für uns dann quasi der Sargnagel.“

Auf die Frage, wieso die beiden Geschäftsführer von Three Arrows in dieser heißen Phase plötzlich abgetaucht sind, entgegnen Zhu und Davies, dass sie eine Vielzahl an Morddrohungen erhalten haben, weshalb sie auch ihren jetzigen Aufenthaltsort nicht preisgeben möchten.

Abschließend widersprechen die beiden Fondsmanager noch den Behauptungen, dass sie vor Bekanntwerden der Insolvenz noch schnell Geld aus der Firma abgezogen hätten. Auch die 50 Mio. US-Dollar teure private Jacht, die im Rahmen des Insolvenzverfahrens offengelegt wurde, wäre bereits im Vorfeld in Auftrag und abbezahlt worden.


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